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Die trigonometrische Aufnahme eines Landes. Darstellung des dabei in Anwendung kommenden Verfahrens / von L. W. Klemm
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Wie bei einem zusammenhängenden Dreiecknetz die vonzwei Seiten her berechneten, gemeinschaftlichen, wegen der un-vermeidlichen Bevbachtungsfehler von einander abweichendenDreiecksseiten in Uebereinstimmung gebracht werden vergleicheSchluß des V. Abschnitts.

Um die Lage der für die einzelnen Meßtischblätter bestimm,ten Dreieckspunkte zu übersehen, führt der Trigonometer einenin Quadrate eingetheilten Conspect, den er auf einer guten Land-karte entwirft.

Die künstlichen Signalpunkte wurden in Württemberg zu einemgroßen Theil mit Steinen aus dauerhafter Masse von etwa 5 ^Höhe und Durchmesser bezeichnet, auf welchen ein ^ vertieftan der Seite eingehauen war, an der das Signal stand, damitin der Folge der Standpunkt desselben wieder genau aufgefun-den werden kann. Den Ortsvorständen sind Verzeichnisse davonmitgetheilt worden, damit für ihre Erhaltung gesorgt werde.

v. Dretecknetz.

i) Anwendung der sphärischen und ebenen Dreieckeüberhaupt.

Die von der Basis aus gemessenen Dreiecke theilen sich inHaupt- und Nebendreiecke. Das Hauptdreiecknetz besteht ausKugeldreiecken, wobei die Seiten als Theile größter Bdgender Erdoberfläche behandelt sind.

Bei einer Dreiecköseite von 200,000^ beträgt der Unter-schied zwischen dem Bogen und der Sehne nur 0,67 Fuß. EinDreieck von solchen Seiten würde - 5,8 Quadratmeilen umfassen.Dagegen beträgt bei einem Dreieck von dieser Größe der sphäri-sche Erceß oder der Ueberschuß der drei Winkel über 2 R. 7" > 0 ,was einen Einfluß von einigen Fußen auf die durch trigonome,trische Linien berechneten Seiten haben kann. Bei einem Dreieck voneiner Quadratmeile steigt der sphärische Erceß kaum auf 0" 28.

Bei einer zusammenhängenden Vermessung wird man daherDreiecke von mehr als 4 Quadratmeilea als sphärisch zu be-I. .