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herrschen über die Genauigkeit, mit der man denErtrag --ines einzelnen Eures — eines einzelnenGrundstücks — und einer einzelnen Culturan be-stimmen könne, etwas überspannte Begriffe, undwenn man in Hofivyl Herrn von FeUenberg seineBuchhalrcrei und sein Rechnungswesen sieht, soglaubt man, er müsse den mittlern Ertrag von je-dem seiner Äeckcr eben so genau kennen, wie derAstronom den mittlern Ort der Sonne. — Vonder andern Seite herr>cht neben diesem sehr gros-sen Glauben an die Genauigkeit der Bestimmun-gen wieder ein sehr großer Unglaube, indemandere Ackerverstandige behaupten, alles sey Wan-kend, — keine Abschätzung sey genau, ja man könnenicht einmal bestimmen, wie schwankend dieAbschätzungen seyn, und wie groß ihreFehler wären.
2o.
Laßt uns die Sache in völliger Allgemeinheitrein theoretisch betrachten, welches nicht söM' ist,da ste ganz zur angewandten Mathematik gehörtund noch oben drein in einem Capitel liegt, das >»neuerer Zeit mit sehr großem Glück von den ausge-zeichnetsten Mathematikern ist bearbeitet worden.-Beim Caraster ist der reine Ertrag oder die Silber-ernte die Basis — da alle Steuern in Silber be-zahlt werden. Der reine Ertrag findet sich,man vom rohen Ertrage die Culrurkostcn abM-Die erste Frage also ist: Wie s in der man de»
rohen Ertrag? Diese Frage muß nach der