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Prognosticum

tinuirn sollen. Vnd hab ich sollich mein Prognosticum Ewer G. darumbgehorsamlich zuschreiben wollen, weil die verschineu Monaten mir wegenmeines nun mehr ablauffenden Prognostici gnädig zugesprochen, auch derolöbliche affection zu den studiis mathematicis weitleufftig spüren lassen.Hab derowegen Ewer Gnaden hiermit gehorsamen danck sagen, vnd Diemeines besten Vermögens hinwiederumb gehorsamlich vnd gebürlich zu ver-ehren, auch E. G. sampt Dero angehörigen hiermit ein glückselig NewJahr zu wünschen nit vmbgehn wollen.

"Weil aber etliche ein so grosses mitleiden mit mir gehabt, das ich imAugusto so weit gefehlt haben solle: Will ich dahero vrsach schöpften indieser Yorred einen newen brauch einzuführen, den ich villeicht in künft-igen Jahren, so mirs Gott vergönnet, continuirn, vnd etwa auch anderePracticanten demselben nachzuvolgen vermögen möchte: nämlichen will ichaussführlich erzehlen, wie das w 7 etter im abgelauffenen Jahr sich allhie zuPrag von tag zu tag erzeiget, vnd bestes Verstandes andeüten, auss w r ashimlischen oder jrdischen vrsachen ein jede verenderung des wetters ervolgtsein möchte: verhoffend ein solliche vbung, sonderlich wan andre Practi-canten neben mir dieselbige an die hand nemen, vnd ohne falsch oder be-schönung jres vorher gegangenen Prognostici ein jeder an seinem, ort daswetter vleissig auffscbreiben, vnd also, wie er es gefunden, publicirn wer-den, solle entlieh in gemein zu trefflichem nutzen gedeyen. Auff dieseweise zwar pflegt Georgius Caesius seine Prognostica zu spickhen, vnd beymir grossen danckh zu verdienen, der würde aber noch grösser sein, waner gantzer Jahr Witterungen continuirlich in druckh gebe. Dan das er an-zeigt, wie es vor 30, vor 19 vnd vor 12 Jahren auff ebenmässige aspectegewittert, ist mir nit genug, in betraehtung, das offtermahl audere mehraspecte zumahl oder in der nähe einfallen, auch die vermeintlich auff be-nente täge fürwordene aspecte auss der verbesserten rechnung weit auffandere tage gereichen, entlieh auch, das hiermit derjenigen Witterungen,welliche ohne einige bekandtliche vrsacbe entstehen, allerdings vergessenwürdt.

Will von gelegenheit des Calenders wegen des Jahres anfang vom aequi-noctio autumnali des 1603. nemen, weil man da anfahet zu seen, was im künff-tigen Jahr soll geerndet werden. Vnd sage demnach, vm mit dem gemeinenpöfel zu reden, das die letzte 8 tag Septembris alhie recht natürlich anfeucht vnd 'wenn erschinen, die erste 10 tag Octobris von kalten winden,ohne sondere netzung, hernach biss 20 wider-etwas wermer, doch natürlich,vnd mit vielem regen, von dannen biss 7. Novembris schön herlich vndtruckhen, aber biss 16. Novemb. kalt, windig, vnd fürauss feucht, winterisch,regenwetter, entlieh von 28..Novemb. biss 11. Decembris gar zugefroren,die Molda getragen: von da an wieder weich, w'arm, wind vnd regen, dieMolda offen: vmb Weihennächte sehr kalt, die Molda zum andermahl zue:bald von 30. Decemb. biss 25. Januarii lind, regen, weich wetter vnd Moldaoffen: vmb Pauli bekehrung Molda zum drittenmahl zue, vnd inner 3 Tagenbiss 10. Febr. windig, lind schnee vnd regen, Molda offen, von da anvier wochen lang biss 11. Martii wider kalt, Molda zum viertenmahl zue,vnd in Martio etwas mehr geschniehen : nach dem 11. biss 25. Martii an-fang zum früling vnd aussgetruckuet, von Marie Verkündigung biss Georgisehne, regen, wind vnd kaldt, Von da an biss 13. Maji warm vnd mittelan feüchtigkeit, vom 13. biss zu ent dür, windig vnd heiss w 7 etter: mit

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