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Volumen primum.
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Responsio

obangezogener vnser alten schrifftlichen kundtschaft't, sowol als H. Fabricium,eines bessern würdige. Das ich aber nit viel Caeremonias Academicasoder Titulirns gemachet, sondern ohne scheuh mit Worten aussgesprochen,wie Ichs im Hertzen empfunden: bekenn ich gern, das Ich dieser weisebey meiner in viel Jahr gehabten freyhait gewöhnet, vnd Ich nit allein inder erfahrung befunden, das die verständige Lesere kein gefallen an sol-lichen Parergis vnd fuchsschwäntzen haben: sondern ich es auch an einemPhilosopho für einen vbelstand halte, wann er sein mainung de rebus scien-tificis (es sey dann nothalben in mixtis et politicis, deren Ich mich allhienit zu besinnen gehabt) mit viel verdräeten Worten einigem lebenden zu-gefallen verduncklen wolte. Mehrere vrsachen werden sich vnden finden. 29 )

D. Röslin: Keppler thut mir wie aller gelehrten brauch ist.

Keppler: So thut mir ohn zweiffel D. Röslin auch also, dann er istauch gelehrt.

D. Röslin: Wenn sie ein sach nit könden directe refutirn, so bringensie solliches letz vnd vberzwerch für, vnd refutirn hernach nit des Au-thoris, sondern jhr fürbringen.

Keppler: Cralft dieser wort bekennet D. Röslin, das diese argumen-tatio falsch sey: Anno 1556. sey ein Cometa directus gewest, vber 24 Jahrabermal ein Cometa retrogradus, der da verschwunden sey in loco, wa vbernoch 24 Jahr ein versamlung der höhern Planeten werden wollen: Ergowerde aller diser Sachen so von 1556. angefangen, ein Catastrophe vndaussschlag im 1604. Jahr folgen. Dann also hab ichs fürgebracht, vndD. Röslin sagt, es sey letz fürgebracht, vnd nit sein, sondern mein für-bringen. Wann nu diese argumentatio falsch ist, so besehe jetzo der Lesersein viertes Capitel, da zu sehen, wie starck D. Röslin vberal au ff dissdringe, das der Comet des 1580. Jahrs mitten jnnen stehe, zwischen 1556vnnd 1604 vnd was dergleichen.

D. Röslin: Man solle diese weise den dialecticis, die sophisticamdocirn, vberlassen: die Mathematici haben ein andere weiss auss Euclidegelehrnet.

Keppler: Hab Ich mich verstossen in fürbringung seiner argumenta-tion, drüber doch der Leser vrtheilen wirdt, vnd ist solche verstossung einsophistica zu nennen: so kompt es dahero, das nit allein die Materia nitmathematica, sondern viel mehr vnnd conjecturalis ist, sondern

auch D. Röslin nit mathematice, das ist clare et perspicue davon geredt.

D. Röslin: In Euclide bleibt man jmmerdar in rebus.

Keppler: Aber die definitiones verborum als ein hochnotwendig stuck,stehen allzeit vornen an: die hat D. Röslin aussgelassen, soviel auss fol-genden Worten abzunemen.

D. Röslin: Ist nun Kepplerus ein dapfferer Man, vnnd ein Mathe-maticus , soll er sich dieser Logischen vnd Thorechten weiss zu schreibenbillig schämen, vnd soll ein glehrter des andern wort nit so leicht auf-fassen , wann sie schon etwa dunckel seind vnd anders gezogen werdenmögen.

Keppler: Warlich Herr Doctor, mein allzuviel vnd starcke lieb zuder Mathematica hat mich ad insaniam, das ist, zu dieser thorhait gebracht,das ich des H. D. wort Mathematice, das ist schlecht wie sie lautten, auff-gefangen: dann in Euclide bedarff es nit vil rathens wie ers gemaint, dalassen sich die Wort auch nit ziehen, sondern seind Sonnenklar.