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Responsio
lautten, seyen sie doch nit alle zu verwerffen, vrsacli: dann es lauffe etwasGöttliches mit vnder. Dise Thesis ist in ITypothesi vnnd exemplo I). Rös-lini (weil er darzu vrsacli gegeben, Item weil wir keinen fürnehmern vndgelehrtem Astrologum gehabt, der es werth gewest were) beyder ortentractirt worden.
D. Röslin: Keppler halt ich, meint die Aristotelicos philosophos, dasGott jre künstliche Spitzfindigkeit zu schänden mache, damit sie autfgeblaseu,sich für die rechte Meister aussgeben.
Keppler: Ist fahl an disem Ort. Dann ich so vil sagen wollen: Vndwas soll ich vil schreiben? Wann ich in meim Buch de stella, vnnd an-dere mit mir (verstehe meine gegenparthen im disputirn) vus lang vnd villallerhand Spitzfindigkeiten befieissen, dise Wunderzeichen meisterlich vndnach der kunst ausszulegen, vnd vns selber gar wol drinnen gefallen: soverfählen wir doch zuletzt, vnnd werden vnsere so subtile ausslegungen dochnit war: hingegen last es Gott andere treffen, wie folgt.
D. Röslin: Keppler sagt, Gott erwehle jme entweder Sinnverruckteoder öffentliche Simpeln. Ich halt aber nit, das mich Kepplerus vnder disewolle gezehlt haben.
Keppler: Nein bey Leib nit. Sondern ich argumentir wider meinGegenpart a simili. Sie verwundern sich, das ein kindische argumentationD. Röslini etwas künfftiges errathen, vnd hie ein Göttliche Vorsehung miteinlauffen solle: Sie wollen sich aber erinnern, wie viel grosse wichtigeSachen Gott gar durch sinnverruckte vnd purlauttere Simpeln warnungs-weise verkündigen lasse: kan diss sein, wie viel mehr jenes.
D. Röslin: Keppler wil mich ohn zweiffel gezehlt haben vnder die,von welliclien er sagt, das sie mit vngereimeten, vnnd vor Menschlichervernunfft Närrischen folgereien vmbgehen, vnd denen nachhengen vnd glau-ben geben.
Keppler: Wann meine Wort also stückweise vnnd bloss fürkommen,so lassen sie sich zausen wie man wil. Aber ich red 1) in genere niteben von Röslino in specie. 2) Wider meine Opponenten. 3) Auss jhremMund per concessionem, Ja sprecli ich, lass es also sein mit disen, wiejhr wollet. 4) Bring ich anthypophoram: dennoch erwehlet Gott jlime sol-liche zu werckzeugen. 5) So ist zwischen den vorgehenden vnd disengegenwertigen Worten eine öffentliche Antithesis, vnnd lassen sich nitsondern. Dann zuvor hab ich mir vnd meinem hauffen zugelegt artificiosasargutias, scientiam , praesumptionem, existimationem hominum: darnelpenaber sollichen hauffen mit eim Wort wider vndergedruckt , dass sie Gottzu schänden mache: folgt derhalben, das ich D. Röslins hauffen ernidrigemit der inconnexione, quae opponitur artificio; mit der stulta argumenta-tione, quae opponitur scientiae; mit der credulitet, quae opponitur existimationihominum, vnd hingegen wider erhöhe mit einem wort, das Gott jme sollicheerwehle. Deposuit potentes de sede , et exaltavit Humiles. Nimbt michwunder, das D. Röslin hierüber zu klagen habe. Ich glaub er hab erst imschreiben, da er an dise Wort kommen, vnnd sie also bloss in sein schrifftaussgeschriben gehabt, einen Zorn wider sie gefasset: dann er nit zuruckin mein Buch gesehen, w’ie es auff einander gehe. Aber nu ist es geschehen,vnd muss ich mich geduldig in folgende straff einstellen.
D. Röslin: Wie ich droben erwisen, so verbleibt das inconnexum,stultum et credulum auff Kepplern ersitzen. ,3 )