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Judicium matris Kepleri.
wurtt, sie werde es wohl von dem guet Michel verstanden haben, daryber sie weitterfortgefahren, .Ta sie hette der Glasserin einen trunckh geben, aber die Kendtlin ver-wechsselt, dann sie zway Khüntlin vff dem Simbsen stehn, vndcr welchen in einemsie Beclagtin selhsten einen trunckh von Kreüttern zueberaith gehabt. Zeiig hettehievor der zeit gleichergestaltt miessen khundtschafft geben, wolt sich hierbey dahünreferirt haben, dann ihme wegen lenge der Zeit etliches mechte abgefallen sein.
Ad 7. Wahr sein.
Vff die Interrogatoria Zeüg respondievt: 1. Ihme nit bewust sein, das Clegerinohnordenliche mittel gebraucht. 2. Seye offt yberfeldt gewest, ob sie nun geritten,gangen oder gefahren, Zeügen verborgen.
Ad 8. Zeüg were nit darbei gewest.
Ad 9. 1. So mann ihme den grossen Engelberg mit goldt gebe, so wollte erdoch die Vnwarhait nit anzaigen, dannen einmahl die Keplerin vsstruckhenlich vffdem öffentlichen marckht Articulirtes zue ihme geredt. 2. Zeüg habs gnuegsam vndnicht vnrecht verstannden, dann Kepplerin verstendtlich gnueg gesagt, sie hab derGlasserin vsser dem vnrechten Käntlein (vnd kheines brieflins gedacht) zuetrinckhen geben.
Ad 46. Es were der beclagtin Mann etlich mahl in Krieg gezogen, entlieh abernit mehr anheimbs khommen, aber die Vrsacli dessen were ihme verborgen, gleichwolaber nit ohn, das die beclagte für vnd für ein seltzams Weib gewesen.
Der Dritte Zeüg Benedict Beitelspacher Teiitscher Schuelmaister zueLeönberg (50 Jahr werde er vff kiinfftig Weyhnecht altt). Ad 6. die clagende Vrsulaerlitte grossen sclimertzen, sonderlichen aber, wan sich der Mon verendert, woherderSchmertz der Clegerin herfliesse, were ihm verborgen. Ad Interrog. 5. Clegerin werevff ein Zeit in Hafftung gelegen, warumben aber, Zeügen ohnbewusst. Ad 1 Eswere die Kepplerin vor etlich Jahren Ihme Zeügen vihl nachgangen, baldt ein gruessvon ihres Sohns wegen, zue Lintz sich endthalttend, welcher sein Schuelgesell ge-wesen, vssgericht, baldt an ihne hegert einen Brieff zuelesen vnd dergleichen anderstmehr, insonderhait aber, alss in einem Sommer langen tag er Zeüg von seiner VeldtArbaidt heimkhommen. seine beede Haussthüren Selbsten zuegeschlossen, vnd wohlverwart gehabt, were die Kepplerin, als Zeüg ob seinem Nachtessen gesessen, beyverschlossener Thiiren in das Hauss vnd zue ihme Zeügen, vnd seiner Ilaussfrawen,zur Stuben herin khommen, darob er vnd sein Ilaussfraw schon hart erschrockhen,an ihne Zeügen hegert, er wolle ihr ein Brieff an ihren Sohn von Lenntz schreiben,dessen er Zeüg sich mit gebrauchten allerlay fürwortten gewidert, entliehen aber widerseinen willen ihren ein Brieff geschriben, wüst aber nit mehr, was Innhaltz derselbigegewesen, welches nun ihne Zeügen höchlich verwundet’, wie doch die Beclagtin beybeeden verschlossnen Thiiren zue ihme Zeügen ins Hauss khommen. Letstlichen abervor vngevar 10 Jahren an einem Sonttag, welchen specifice namhafft zuemachen Zeü-gen abgefallen, ihne Zeügen in ihr behaussung berueffen, ihnen etlich brieff zuer-suchen vnd zuelesen, vnd nach verrichten Sachen, alss er zwischen 2 vnd drei Vhren,da er Zeüg fort vnd in die Vesper zuegehn begert, Kepplerin ihme vorgestanden, siethüe es nit, Er sey vil mit ihr bemühet gewesen, sie miesse ihme zuetrinckhen geben,dann sie hette ein gar guetten Wein im Keller, Er miiesse denselben versuchen, des-sen er Zeüg sich vilfaltig gewaigert, dann mit der Warhait zuereden er kheinen Durstnit gehabt. Entliehen aber wider seinen Willen wartten miessen, biss sie den Weingeholt, vnd alss sie ihme. in einem Zihnin Becherlin den trunckh dargeraicht, hetteer dennselben nur ein wenig versucht, daryber sie gesagt, warumb er doch so weniggetrunckhen, vnd den Becher Margretta, Bastian Meyers Haussfrawen, so damalen eben-messig gegenwerttig gewessen, darauss zuetrinckhen dargebotten, mit Beger, sie soltetrinckhen, dann sie Kepplerin wusste wohl, das ihro manchmal in einer ganntzenwochen nit wohl ein trunckh Weines gebüre, komme eben gar selten darzue, sie solledoch trüncklieii. da sie nun einen zimblichen trunckh darauss gethan, volgends sieKepplerin ihne Zeügen wider yberredt, das er ein wenig getrunckhen, letstlichen abervff Zuereden die gemelte fraw den Becher gar vssgetrunckhen, vnd gemelte fraw hettenachmals anfangen zuesiechen. nimmermehr gesnndt worden, sondern entliehen garverstorben. Er aber anfangs nur ein wenig Schmertzen am schenckhel befunden,welcher in volgender Zeit allso znegenommen, das er miessen an einem, darnach anzwayen steckhen gehen, diss tags aber hette er Zeüg den schmertzen an beedenschenckheln, das er nicht mehr vortkhommen khennde, verspirte auch sovil, das derschadt je lennger je mehr zuenemme, ihme auch dardurch die Mannschafft gantzvnd gar benommen worden. Er Zeüg woltte darauff sterben khenden, das solcher