Judicium matris Kepleri.
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habe gleich der eingenommene trunckh ihme anfangen auffzueriechen, das er reveren-ter sich erbrechen vud den Wein von sich geben miessen. Alss aber sein Maisterinsolches an ihme verspürt vud ibne befraget, was ihme beschehen were, bette er ge-antwurttet, er wüste nichtz anderst, dann das er in der Kepplerin Hauss einen Trunckhgcthan, wisse doch nicht, ob der trunckh in gucter oder bösser meinung were zue-gericht gewesen. Vff die Interrogatoria Zeüg respondirt: Es habe Gott lob ihme nichtzgcschadt, dann ers gleich reverenter wider von ihme gegeben. 3. Darumb das esihme nichtz geschadt habe. 4. F.r zeihe niemandt nichtz. 5. Wisse nichtz darvon.
DerAielfftZeüg, Michael Stall el, Burger vnd Sattler zue Lewenberg (vn-gevar 30 Jar alt). Ad (>. Zeüg hette von der principal Clegerin Selbsten solches gehört.Vff die Interrogatoria Zeüg respondirt: 1. Vor 2 Jahren, alss Zeüg in ihr ClegerinIlauss gewest, were sic schon kranckh gewessen, vnd ihme Zeügen ihr kranckhaitgeclagt. 2—6. das khende Zeüg nit sagen, dann er nit gesehen oder darbey gewest.8. Der Reinholdt handle so guet mit seinem gelt alss er khende vnd mege, Zeüghette nie gehört, das er reverenter jemanden beschissen oder betrogen. 9. Alle straffenvnd Plagen khommen von dem Herrn.
Ad 7. Zeüg hette solches von dem clagenden Reinholdt Selbsten gehördt, ersuche mittel vnd Rath so guet er khenu vud meg, aber es wolle alles nichtz helffen.
Vff die Interrogatoria Zeüg geantwurtt: 1.2. Zeüg khende nichtz darvon sagen.
Ad 24. Vor nein Jahren, damalen Zeüg eresten in die Ehe khommen, vnd sichmit geschirr vff den Mathiii Marckht alhie auch gnuegsam versehen wollen, hey nächt-licher weil sambt seiner Haussfrawen lang in die nacht hinein geschafft, alss er nunzue nacht zwischen 11 vnd 12 Vhren in seiner Werckhstatt sitzendt, ein gross Vn-gestim in der scheiiren gehört, welches ein guete Weyl gewehret, hett er sich mitBetten gesegnet, vnd sich in die Scheiiren hinaussgewaget. Sobaldt er nun die Scheuerneröffnet, hette er ein yberauss gross geströb gehört, alss wann ein grosse herdt Schaalfdarinnen were, so baldt er nun zue dem Vieh khommen, hette die Kue sich gestelt,allss wann sie alle Wcndt woltte einstossen vnd schlagen, vnd kheinen Menschenvmb sich leiden wollen, vff welches Zeüg ganntz ersehrockhen zue seiner Mueterhinauf yber das Ileth gangen, dann er Zeüg damalen hey seiner Mueter zue Haussgewessen, ihren augezaigt, wie ybel es in dem stall stande. Daryber sein MueterZeügen bevohlen, llannss Nestlern ihren Vettern zuerpitten, das er ihren zuegefallen(weil er etwas mit dem Vieh vmbgehen khende) beriib khommen, vnd beystandt laistenwolle. Onangesehen er Nestler etwas schwachs leibs gewessen, doch es gleich gethan,sobaldt er aber die Kue gesehen, gleich zue meiner Muetter gesagt, liebe Nachbarin,mann euch hiemit starckh zuegesetzt, dann disse Kue solte hiss morgen todt im Stallgelegen sein; zue ihme Zeügen aber vermeldt, ob er getrau sich zue vnderstehn, bisser der Kue etwas einschitte, zueheben, welches Zeüg versucht, aber zum erstenmahldie Kue ihne Zeügen den stall hinein geschlenckhert, das er zue boden gefallen,hernach aber hette er mit einer Ilandt Zwehlen au einer Saul die Kue also gehaltten,das der Nestler ihren hette etwas eingeschitt, welches nun also operirt, das es eingrossen Vnlust im stall geben, vnd die Kue wider genessen. Sobaldt nun der Tagangebrochen, were die Kepplerin zue ihme Zeügen vnd seiner Muetern für die scheiirenkhommen vnd gefragt, was heintten in der nacht für ein schandt vnd ein wesen ge-wessen. Vnd weiter vermeldt, gelttendt es hette heintten ewer Kueh das schlagenschier vertriben, dann die Kue vorhin geschlagen gehabt. Vnnd bezichtige Zeüg dieKepplerin nichtz, doch aber Zeügen erachtens, weil der Kepplerin Schlaffkammervnd Zeügen Scheüern allso ohngelegen von einander stehn, zuverwundern, das siesolch nächtlich geströb solle gehört haben. Vff die Interrogatoria respondirt Zeüg:
1. Zeiig hette es nicht gesehen, aber offt vom hanndel in schimpf geredt, die Kepplerinaber nie nichtz bezichtigt. 2. Ja wann ers machte wie der Interrogant. 3. Zeügwisse darauf khein Vssschlag zuegeben, dann er der Kunst nit erfahren. 4. Wisseweiters kein Vssschlag zuegeben, dann wie beim Articul angezeigt worden. Endethiemit sein deposition.
Der Zwelffte Zeüg, Christoph Frickh, Metzger, Burger vnd GastgebzuI.eonberg (vngevar 40 Jahr alt): Ad 6. Von den sclimertzen der Reinholdin wisseer nichtz zuebekhuudtschafften dann von hören sagen, vnd das zwar von der Clegerinselbsten. Vff die Interrogatoria Zeüg respondirt: 1. 2. Nein. 3. Hette Zeüg nichtzdergleichen gesehen. 4. Wisse Zeüg nicht. 5. Clegerin were alhie gefenglich inge-legen, warumb aber, Zeügen vnbewusst.
Ad 7. Der kranckhe brauche den artzet, der gesundt aber dene nit vihl, daherZeüg wohl erachten khennde, das die Clegerin werde vihl verartznevett haben. Vff