Band 
Volumen VIII. Pars I.
Seite
408
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408 Judicium matris Kepleri.

die Interrogatoria Zetig respondiert: 1. 2. Wüsste nichtz gründliches darauff zue-antwurtten.

Ad 25. An einem Sambstag Vormittag vngevar vmb gegen 10 Uhr als Zeiigmit dem Flaischusshawen Feirabendt gemacht vnd ein weile zu Jacob Stöckhlin anseinen Banckh gegen Ilanss Bernhart Hauss zue gestanden, vnd gesprochen, wereihme vnversehener weiss gantz webe an einem scbenckbel worden, das er khaumheimgehn khenndten, gleichwohlen damalen die Kepplerin bey ihme füryber gangeD,aber ihne Zeiigen nit anberiert, doch ihme gleichsam alss ein nebel vor den Augenworden, wiste aber deshalben die Kepplerin nichtz zuebezichtigen.

Ad 2G. Das khendte Zeüg nit sagen, dann er desswegen nie zu ihr khommen,noch etwas mit ihren darvon geredt, gleichwol nit ohn sein, nach dem Zeüg offt ge-hört, das wann einem dergleichen schaden widerfahre, so miesse einer die Titdterindrey mahl vmb Gottes willen ansprechen, ihme wider zuehelffen, welches nu Zeüg,alss er die Kepplerin von vngevär von der Borkürchen hinab sehn vor ihme stehn,bey ihme selbsten gemurmelt zum drittenmahl: Catharina liilff mir wider etc. Wissteaber nit ob dasselb, oder wass ihme geholffen hette, halte wohl darfür, Gott zumvordersten. VfF das 2. vnd 3. Interrog. Referiert sich vff sein Vsssag beim 26. proba-torial Articul, hette sonnsten nichtz gebraucht, dann das er sich selbsten reverentermit seinem aigenen Vrin gewaschen vnd mit einem benetzten Tiechlin yberlegt. 4. Eswere ein verblendtes werckh, derowegen khennde er es .nit wissen.

Der Dreyzehendt Zeüg, Barbara, Christoph Frickhen Ilaussfraw(41 Jahr alt): Ad 6. Were Zeiigin verborgen. Der Glasser Jacob vnd sein Ilauss-fraw aber thetten solches vssreden. Vff die Interrogatoria: Zeügen nichtz wissenwollen.

Ad 7 . Hette wohl hören clagen, das ein grosser Cosst vffgangen. Vff dieInterrogatoria: 1. Hette nie nichtz von vngebürlichen Mittel gehört. 2. Wisse sichnicht zuerinuern, das sie Zeügiu selbige jemalcn bey einer Hochzeit oder sonnstenandern gastungen gesehen.

Ad 25. So vil Zeügiu von ihrem Hausswürth gehört, were vuder der Metzig,alss die Kepplerin nur ftirüber gangen, vnd ihne kheines wegs angeriert, gleich alss-balden an einem schcnckhel wehe worden. Doch sovil ihr Zeiigin bewusst, ihr Hauss-würth darzue khein mittel oder Artzney gebraucht, sondern von vngever, alss er dieKepplerin vor ihme in der Kiirchen gesehen, Er bey ihme selbsten gesprochen,Catharina hilff mir vmb Gottes willen. Darauff sie gegen ihme hinumb gesehen, dasihme damalen anderst nit bedunckht, dann es seye ihme gleich widerumb wohl worden.Vff die Interrogatoria: 1. 2. 3. Referirt sich Zeügin vff die Vssag beim nechsten articulgegeben. Vsserhalb Gott wisste Zeügin nit was ihrem Manu geholffen, Er ihr llauss-wirt khende sie Kepplerin auch nichtz bezichtigen, weil sie ihne nit angeriert.

Der Vierzehendt Zeüg, Michael Kieffer (Seines behaltens were er55 Joralt): Ad G. Ander leith hetten darvon gesagt, Zeüg hette es aber nit gesehen,darzue die Clegerin selbsten gesagt, sie wolle darauff sterben, das Kepplerin ihrsolchen schaden durch einen trunckh zuegefiegt. Vff die Interrogatoria: 1. Nein.2. Andersten nit, dann wie Zeüg selbsten von der Clegerin gehört. 3. Die gemeineSag were darvon gangen, Zeüg hette aber dergleichen nie von ihr gesehen. 4. Habekhein Khiudt geboren, vss was Vrsachen aber Zeügen nit wissendt. 5. Es mege wohl,aber Zeügen ohnbewust sein. 6. Der murmell were in der Statt darvon gangen.7. 8. Zeüg khende das von dem Cleger nit sagen. 9. Zeügen verborgeu, woher solcherZuestandt khommen.

Ad 7 . Es mege wohl nit ohn sein, was mann aber gebraucht, das seye Zeügenverborgen.

Ad 27 . Im dritten Jahr were es, das sein Nachbarin die Guldinmännin einekranckhe Kuc gehabt, ihne und Hägelin berueffen, sie die Kueli gehakten, biss derKüehürt ihren etwas eingeschitt. Damalen Zeüg wohl gesehen, das die Kueh garkranckh vnd einen krummen hallss gehabt, darbey die Guldinmännin erzehlt, wie dasdie beclagte Kepplerin ihr Guldenmännin hette ein Zainiu vol Kraut geschenckht, so-baldt nun das Vieh solches gessen, were es darauff kranckh worden.

Ad 28. Der Halss were gleichwol vffgeloffen gewessen, Zeüg hette aber dieKue nit sehen schleglen. Vff die Interrogatoria: 1. Zeüg kende es andersten nit sagen,den wie oben beim Articul angezaigt, von der Guldenmännin gehört. 2. Ob die Guldin-männin solches geredt, Zeügen vnbewusst. 3. Was der Küehirt hab der Kue einge-schitt, oder wo die Kue hinkhommen, were Zeügen verborgen.