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Judicium matris Kepleri.
gesessen, vor die Ziegelhüttin khommen, vnndt gerueffen, deren ihr Zeügin Mueterseelig Antwort geben, an die sie begert, ob ihr Jerg ihr der beclagtin nit khendtreverenter tuug aussfieren. welches die Muetter dem Vatter, so ob dem essen gesessen,angezaigt, der sich nun daryber erclert, es khende solches dazuemal nicht sein, vssVrsachen, das er zuvil zuschaffen mit dem newen Vorsthauss, sobaldt nun die Kepplerinvff solche abschlegige antwurtt khaum von der Ziegelhittin zum Vorsthauss khommen,betten die Schwein im Stall (daun die Kepplerin hart am stall ihre Werbung gethan)anfangen vft'zuespringen vml zue schreyen, vnd ganntz kranckh worden, sovil ihrZeügin bewusst, were die ein darvon gestorben, wie es aber der andern ergangen,ihren abgefallen. Vff die Interrogatoria : 1. Es werden beynahendt 25 Jahr sein, seit-hero das Vorsthauss erbawen worden. 2. Sie khennde nit vor gewiss sagen, dasKepplerin die Schwein geritten, daun sie es nit gesehen, aber sobald die Kepplerinhinwegckh khommen, betten die Schwein anheben vngestim zuewerden. 2. Kein, wiegemelt, so hette sie es nit gesehen. Vff die Interrogatoria, so zuverhörung iedes ge-zeiigen zue endt zuegebrauchen: 1. 2. Wisse nichtz darvon zureden, dann von hörensagen. 3. 4. Habe nichtz darvon gehört, o. Sie were in der gefengnus gelegen,Zeiigin aber nit gewust warumb. 6. Habe ein wenig darvon hören sagen. 7. 8. Wissesie nichtz. 9. Werde vnser Herr Gott im Himmel am besten wissen.
Der Achzehcndt Zeiig, Agnes, Martin Werners Haussfraw (vber50 Jahr alt). Ad (». die clagende Vrsula sag, sie hab ihr kranckhait von der Kepplerinin einem trunckh empfangen, dahero sie biss dato ein starckhen schmertzen vssstckenmiessen. Vff die Interrogatoria : 1. Nein. 2. die Clegerin gebe auss, dass die beclagteKepplerin in einem schoppen Kantliu in ihr Kepplerin Behaussung habe ein trunckhgeben mit beger. solches Kentlin gar vsszuetrinckhen, welches alss sie es gecostet, gleichgesagt, Pfuy Teiffel, wie schmeckht es, was habt, ihr darein gethan, wie will mirwerden. Die Kepplerin geantwurttet, sie Glasserin were eben so bledt, wie ihr DochterMargretta, betten gleiche Kranckheiten, sie solte ?ue einer Artzney die Rinden voneinem Laib, der ersten vss des Beckhen offen khommen, nemmen, vndt fünfzehnmahl vff den Kopff legen, vnd alssdann vff die gassen werffen, vnd so offt sie solchesthue, so werde sie allewegen dahin fallen, alss wann sie ein wehetag hette. Sobaldtnun die Clegerin von dem wehetage gehört, hette sie solch mittel nit brauchen wellen,derowegen die Kepplerin, alss sie solches erfahren, gesagt, wolan weil sie je dasDing nit braucht hab, so begere sie ihr auch nit helffeu zuelassen, soll nun gleichwolihren schmertzen haben vnd leiden. 3. Zeügin wisse nichtz vnehrliches von ihrenzuesagen. 4. Hab gleichwol nie khein Ivhindt geboren, was aber die scliuidt daran,Zeügin nit wissende 5. 6. 7. Interrogirter Kupfferschmidt hette zur Zeit, alss derCleger vmb seine Haussfraw geworben, vnd der Ebeverspruch schon beschelien gewest,sich eintringen wollen, wie dann vnder der llaussthtiren der Glasser den Kupffer-schmidt bey dem Kragen erwischt, das derselb verrissen, vnd der Kupfferschmidtvssreissen miessen, der Glasser verschworen, wann ihme der Kupfferschmidt vnderbanden werde, wolle er es ihme nit nachlassen. 8. Darvon trage sie nit Wissens.9. Die Clegerin spreche, sie woll druff sterben, das die Kepplerin ihren schmertzenmit einem trunckh verursacht.
Ad 7 . Wahr, das sie vihl mittel gebraucht, vnd bloss vor der Kepplerin Vss-reissen, alss die Kepplerin wasser vss ihrem Keller getragen, sie ihr Zeügin, die da-malen bey ihr füryber ziehen wellen, gerueffen vnd gefraget wo sie hin vnd ob siezue der Glasserin wolle? Allss sie aber geantwurtt, Nein, die Kepplerin ferners ge-fragt, ob sie Zeügin auch zue der Glasserin gannge, vnd was sie thue? Vnd alss sieZeügin gesagt, sie sey eben ybel vff, die Kepplerin mit dissen reden weiter fortge-fahren, ja sie glaube es wohl, dann sie hab ins Doctor Weyhenmayers Hauss vmbKoppenschmaltz geschickht, aber es helffe nichtz, sie brauch gleich fcoppenschmaltz,Bäder oder was sie welle, sie habe khein Khindt vnd guet leben, vnd habe sonnstennichtz, sie miesse ja auch etwas haben. Vff die Interrogatoria : 1. Wisse sie nichtz.2. Sie were einmahl etliche zu Tübingen bey ihrem Brueder, so ein Barbier, gewessen.vnd artzney gesucht. Vom yberigen trage sie khein wissenschafft.
Ad 38. Wahr, alss die Kepplerin Ambtzhalben vor Herrn Vogt vorkhommen.vnd man nach mehr Zeugen vssgesandt, die Kepplerin derselben nit erwartten wellen,sondern vssgerissen, zue dem Stattthor hinauss gewichen, strackhen weges nach Stuet-gart oder Hewmadeu zuegangen, welches sie Zeügin gesehen, dann sie damalen ihrenSchwager Stattkhnecht, mit sambt dessen Haussfrawen Reisach heimgetragen. Vff dieInterrogatoria: 1. Davon habe sie khein Wissenschaft. 2. Was die Kepplerin hinaussgetriben, das werde sie am besten wissen, aber so baldt mann nach den Leüthen in