Band 
Volumen VIII. Pars II.
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Edidisse Keplerum hoc anno Dioptricen et Narrationem de observatis Jovissatellitibus, supra dictum est, simul edendas praeparavit Eclogas Chronicas.

In Jtevolutione anni 1611 (prima inde ab anno 1602): Amisi filium Frideri-cum ante Invocavit. Pepigi cum Noricis Ripensibus. Amisi uxorem. Variaedelusiones circa secunda vota.

Ut debitum 2000 thalerorum ad cameram Silesiacam assignatum reciperet, peten3adiit Keplerus Ducissam Wiirttembergicam Sibyllam, viduam Ducis Friderici, quaeLcobcrgae vitam agebat ab anno 1610 usque ad mortem annol614. Simul repetiit petitio-nem, ut in patriam redux munus aliquod obtineret, quam descriptam tradidit Ducissae.Theologi vero Württembergenses confessionem Kepleri, quam anno 1609 Joanni Fride-rico filio Ducis Friderici tradiderat, repetentes, virum Calvinismi suspectum non reci-piendum esse censuerunt, quamvis consiliarii Ducis petitionis Kepleri adjutores essent.

Has igitur misit Keplerus petitiones Praga Leobergam:

Durchleiichtige Hochgeborne Gnedige Fürstin vnd Frawe. E. F. Gn.seind mein gehorsame arme Dienste jeder Zeitt bevor.

Gnädige Fürstin vnd Frawe. Auss beyligender abschrifft meiner suppli-cation an meinen Gnedigen Herrn vnd Landsfürsten haben E. F. Gnaden zu-vernemen, was Ich bey jetziger meiner NotdurITt für eine sonderliche vnder-thänige Zuversicht zu Irer Fiirstl. Gnaden zu Jägerndorff etc. trage: dess-halben Ich durch Landsfürstliche Intercession bey Jägerndorff einbefohlen zuwerden vnderthänig angesucht..

Weil nun E. F. Gn. durch sondere Schickung Gottes diser Zeitt dieregierung zu Löwenberg eingeraumet, alda Ich verburgert, auch meine liebeMutter alda wonhafft habe, dercnthalben E. F. Gn. Ich Vatterlands halbenmeine erste Instanz waiss: Nit weniger Ich leichtlich zuerachten, das E. F. Gn.

. Intercession bey dero frewlin Tochter vnd dero F. Gn. Geraahcl, Fürst JohanGeorgen in gebiirlichem hohem respect gehalten, auch Iren sonderlichen Effecterraichen wurde:

Als hab Ich mich vnderthäniger Zuversicht zu meines Vatterlands aller-nächsten Regenten gewagt, an E. F. Gn. gleichsfals vmb ein solliche woler-gäbige Intercession gehorsamlich zugelangen.

Vnd weil mein einiger Wunsch ist, dermahleneinest meinem Vatterlandzudienen, in massen Ich in berührter supplication auch gemeldet: also ercläreE. F. Gn. Ich mein trewhertzige Zunaigung ferners der gestalt, das zum fallmeiner in dem yberigen Land Würtemberg nit von nöthen oder begehret,auch mein Gnediger Herr vnd Landsfürst mir gnedig erlauben oder befehlenwurde, Ich alsdan mir für ein besonder glückh schätzen wolte, so E. F. Gn.mich in einerley möglicher Verrichtung (dabey mir doch zum speculirn vndBücher schreiben ein wenig Zeit frey plibe) zu Dero Densten gnädig erforderten.

Thue also E. F. Gn. mich zu gnädiger gewehrung gehorsamlich em-pfehlen. Praag den 9 / I9 . Martii anno 1611.

E. F. Gnaden

Getrewer vnd gehorsamerVnderthaner vnd Bürgerssohn von Löwenberg,An Jetzo der Röm. Kay. Mt.

(Inscriptio: An die Durchleüchtige Mathematicus

Hochgeborne Fürstin vnd Frawe, Fraw Jh Keppler.

Sibylle, Hertzogin zu Würtemberg vndTeckh, Gravin zu Mttmpelgart etc. Wit-tib, Geborne Fürstin von Anhalt etc.)

Kepleri Opera VIII. 1