Band 
Volumen VIII. Pars II.
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1614.

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transita astu hostili et socia terra, paulo infra Coloniam a praedonibus, feinen*feber dictis, spoliatur. Inde egenus omnium secundum domum redit aestateanni 93, cuin jam incepisset annum aetatis 20.

Statim post reditum fratris Keplerus avum adiit, scribens: Kindliche Liebund trew zuvor, freuntlicher lieber Altvatter. Demnach vnser Herr Pfarrerseinem Versprechen gemäss beede Vogt meins Brueders halber angesprochen,ist er heutt dienstag auf! das Rathauss fürgefordert vnd vom Obervogt exami-nirt worden, der Ihm auch Versprechen getlian, so vil an Ime stehe, In inein vacirende Lucken anzubringen, auch derlialben ein Supplikation zu stellen,Ine zu vnderschreiben dem Stadtschreiber in sein Heinrichs Beyseyn bevohlcn.Dieweil sich aber die Sach ohnzweiffel acht Tag würdt verziehen, vnd esbcsorglich, derenweilen also möchte verhalten, dass seiner der Obervogt gnueghette, er auch ohn das zur Muetter nicht daugt, will ich dich kindlich alsein Altvatter gebetten haben, wollest Ihn biss auf! schieristen Beschaid (wieer Versprechung hat) behalten, Ihne nach der brauchen, wie er

sich dan anerbeütt, ausszurichten was man Ihn haisse. Wülchs Ich dir guotterMainung nit verhalten sollen.

Hiemitt Gott bevohlen. Datum 24. Julii anno 93. Löwenberg.

Dein Kindlicher Sohn M. Jo. Kepler.

Hinc usque ad annum 1613 Henriei fata dubia sunt. In actione quidem juridicacontra matrem Kepleri accusator Reinboldus refert, c. a. 1613 Henricum, tum tem-poris apud matrem degentem, de illa quasi de saga locutum fuisse. Defensor respon-dit, „Heinrich mechto vsser gewohnheit, wie die Soldaten pflegen, etliche vngleicheReden geführt haben, er habe seine Muetter alss er vsser dem Krieg kliommen, zue

stattlichem essen vnd trinckheu vber ihr Vermögen zwingen wollen etc. „„Man

solle seiner Muter ein Schmach anthuen, dan sie ihm so lang habe hunger leidenlassen.““ „Besagter Heinrich Kepler ist im 16. Jahr seines Alters von seinen Eltern,vor endung seiner Lehrjahren, hinweg geloffen, im Kriegswesen vollendt aufwachsen,nach Verfliessung 15 Jahren zu seiner anheimbkunfft mehr bösses alss gutes mit sichgebracht, von der Muter vil haben wollen“ etc. — Ipsa mater de filio Henrieo haecaffert: „er were ein roh- vnd gottloser gesell gewesen, sie köndte hieraus abnemendas er ihr nitt vil gutts nachgeredt haben möchte, weil sie ikme starek verwisen, daser die evangelische Lehr verlaugnet vnd die Catholische Religion angenommen.“ Ibi-dem mater Kepleri dicit filiolam a filio Henrico relictam (v. s. p. 433).

His ex libellis actionis publicae contra matrem Kepleri desumtis adjungimusverba Kepleri ipsius, quibus ad rem Kellingensem redit, petens um Erthailung einerllerrenpfründ auff dem Kloster Nellingen, so St. Blasii incorporirt ist, wölchesKloster hievor meinem Bruder Heinrich Kepler seligen, gewesten Trabanten,ist assignirt gewest, der auch dahin gezogen, aber nit angenommen worden,sondern hierüber mehr dan 100 Gulden verzehret, vnd mir schuldig worden,auch mir seine 2 Kind vbern Hals geladen zuversorgen. Wie den ich vondessen meines Bruders Kinder wegen anhalt, dass Herr Apt zu St. Blasii diezum zw'aytenmal aufferlegte provision auff Erkantnuss, gemässigt a temporeinsinuationis biss auff seinen zeittlichen Tod, erstatten wolle. (Ex schedula s.d. codd. Pulkov.)

Ad Harmoniavi hoc tempore rediit Keplerus, Ptolemaei Harmonica Argentoratosibi expetens „meditans editionem“; chronologica studia continuavit (v. a. 1613). Destudiis suis refert Keplerus Blancho, se aestate anni 1614, „quae prima mihi domo com-posita post infortunia et migrationes varias quietem restituere visa est“, in motibus