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Holstein und Laucnburg.
Stifter des Hauses Holstein Gottorp, von welchem die kaiserlichRussische, die ehemalige königlich Schwedische und die groß-herzoglich Oldenburgische Familie abstammen. Durch Vertragtrat das Haus Gottorp ganz Holstein (1773) an Dänemark ab.(Vergl. Oldenburg.)
1) Das eigentliche Holstein mit 4 Landschaften.
a) Holstein, der N. Theil. — Rendsburg an der Eidcr, 8900 E.Stark befestigt. Gymnasium. — Riel an einem Busen der Ostsee, 10,500 ESchloß. Universität (1830 — 311 Studenten) 1665 gestiftet, Taubstum-menanstalt, Fvrstinstitut. Tabacks-, Zucker- u.a. Fabriken; bedeutender Han-del, Schiffbau. Große Geldgeschäfte auf dem sogenannten Rielcr Umschlagim Ja». Anfang des Eidcrkauals bei Holtenau, H M. von Kiel. Friedens-schluß 1811, 11. Jan. — Precy. Großes Fräuleiustift- Schuhmacherei.Fruchtbare Marsch, eine der schönsten Gegenden deö Landes. — Iyehoean der Stör, tzvooE. Fräuleiustift. Pferdehandel. — An der Elbe diewilstcr Marsch.
1,) Wagrien, der O. Theil- — plön in reizender Umgebung zwischenden beide» Plöuer Seen, 1900 E. Schloß. — Segcberg ebenfalls schöngelegen, an der Traue, 1100 E. Merkwürdig der hier, wie in Lüncburg,einsam aus der weiten Ebene hervorragende Gipofelscn (Kalkberg genannt),dessen Gestein ein bedeutender Handelsgegcnstand ist. — Travendahl, Schloßan der Travc. Friede zwischen Schweden und Dänemark I7vo. — Gldes-loe an der Trave, 1700 E. Salzwcrk (--- 48,oov Ztr.). Lebhafter Verkehrmit Hamburg und Lübeck. — Heiligcnhafen an der Ostsee, 1000 E. Klei-ner. Hafen. (Nicht weit davon die Inseln Feinern oder Fehmarn zu Schles-wig gehörig.) — Oldenburg, im Mittelalter Aldenburg, bis 1163 Sitzdes nachhcrigc» Bisthumö Lübeck.
c) Stormarn, der S. Theil. — Bramstedt, Flecken. — Ivandsbeck,z Meile vom Hamburg, Flecken, 1000 E. Der Dichter Claudius chl8i5-Gräflich Schimmclmanusches Schloß. Kattundruckereien. — Glücksstadt an- der Elbe, 5500 E. Sitz der Regierung, des Oberconsistoriums, des Ober-gerichts. Die Festungswerke sind abgetragen. Zucht- und Arbeitshaus.Hafen, Scchandel. Mangel an Trinkwaffcr, daher Zisternen.
0) Oithmarschen, der W. Theil. — Lunden, Drunsbüttel undrikeldorf sind die größten Örter.
2) Die Herrschaft Pinneberg. Sie gehörte seit Jahrhunderten denGrafen von Schaun,bürg, wurde aber 1640 von den Herzogen von Hol-stein in Besitz genommen. — Alton» an der Elbe, ; Meile von Hamburg,27,000 E. von fast allen protestantischen Sccten, auch Katholiken und Ju-den, noch im XVII. Jahrh, ein bloßes Dorf, welches erst 1664 Stadtrechterhielt. Regelmäßig gcbauet; die schönste Straße ist die Palmaille; ausge-zeichnete Gebäude sind die Lutherische Kirche, das Rathhaus und Waisen-haus. Sitz der Schleswig Hvlsteinschcn patriotische» Gesellschaft, einesOberpräsidenten und jüdischen Lbercabbiners. Verbrennung der Stadtdurch die Schweden 1713. Gymnasium. Wichtiger Scchandel, Walisisch-