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Deutschland.
bauet man viel Buchweizen, in den Marschen Nübsaamen(Rappsaat). Der Obstbau, der ziemlich unbedeutend war, nimmtjetzt zu, am meisten blüht er in den S. Provinzen und in der Elb-marsch; jetzt fängt man schon an, die Landstraßen mit Obstbäumen zubepflanzen. Die Waldungen und Heiden liefern dagegen Wach hol-der-, Heidel-, Krons-, Erd-, Him- und Brombeeren, derenerste zwei Arten auch für den Handel nicht ohne Bedeutung sind.Ein Hauptproduct ist Flachs, besonders in Lüneburg und Hildesbeim;Hanf findet sich weniger, eben so wie Hopfen; Tabacksbau wirdnur in S. getrieben. Holz ist in den Gebirgsgegenden und in dengroßen Strecken Lüneburgs in Menge und zum Handel nicht unwich-tig; wenig Waldungen haben die Ebenen zwischen Ems und Weser;auch die nördlichen Gegenden zwischen Elbe und Weser leiden Holz-mangel. Von großer Erheblichkeit ist die Rindviehzucht, besondersauf dem Harze und in den Marschprovinzen; Pferdezucht ist aus-gezeichnet in Ostfriesland, Lüneburg, Hoya und in den niedern Gegen-den; Schafzucht, die immer mehr verbessert wird, in Gottingen,Kalenberg nnd Hildesheim; sehr wichtig für die Heide sind die Heid-schnucken; Schweinezucht ist besonders in Osnabrück und Hoya.Gänse werden in den Marsch- und Bruchgegenden, vorzüglich inDiepholz und Hoya in großer Anzahl gehalten. Wild hegen dieWaldungen zum Theil in zu großer Menge, Hirsche, Rehe undSchweine; außer Füchsen, Mardern u. dergl. kleineren Thieren,auch wohl wilden Katzen, giebt es kein Raubwild; selten ist einWolf, seltener noch ein Luchs. Hin und wieder sind Fischottern,in einigen Gegenden auch wohl Hamster. Der Dachs ist nicht un-bekannt. An den N. Seeküsten ist der Seehundsfang einträglich.Wildes nutzbares Geflügel, unter andern Trappen und Auerhäbne,findet sich an einigen Orten, aber nicht allethalben; besonders Was-ser- und Sumpfvogel sind in den N. Provinzen; Fische liefernMeer und Flüsse hinreichend. Besonders zu bemerken sind Lachs inder Elbe und in der Weser, Neunaugen, Welse, Störe in derElbe, Forellen in den Heidflüssen, Hä ringe, Steinbütten,Schollen, Schellfische, Stinte und andere in der Nordsee; invielen Nebengewässern der Ilmenau sind gute, aber nicht benutztePerlen. Wichtig besonders für die Heide in Lüneburg ist die Bie-nenzucht. Metalle liefert fast allein der Harz; Gold 8 bis 10 Mark,Silber über 50,000 Mark, Eisen — 80,000 Ztr., Blei undGlätte — 100,000Atr., Kupfer — 2000Ztr., Zink — 30 bis40 Ztr., Messing --- 1000 Ztr. Die wichtigsten andern Mineraliensind Salz — 480,000 Ztr., Steinkohlen im Deister, Süntel,Osnabrück; Vitriol — 1800Ztr., Schwefel — 1500Ztr., Pott-asche --- 100 Ztr. Außerdem finden sich Marmor, Alabaster,Mühlsteine, Kalk, Gips, Basalt, Fayence-, Pfeifen-und Töpferthon, Mergel u. a. Zu bemerken sind die Erdöl-quellen im Fücstenthum Lüneburg, mehre Mineralquellen undder reiche Verrath von Torf in allen ebenen Provinzen. Unter denGewerben steht Land wirthschaft oben an; über 30,000 Menschenernährt das Berg- und Hüttenwesen; mehre Tausend die Torf-