Band 
Erster Theil.
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Deutschland.

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Gottingen mit unter den Lutherischen Konsistorien stehen (nur die Ge-meinden zu Hannover, Zelle, Göttingen und Münden bilden mit denReformirten des Herzogthums Braunschwcig eine eigene Synode), magetwa 100,000 betragen. Katholiken giebt es, vorzüglich in Hildes-heim, auf dem Eichsselde, in Osnabrück, Linge» und Äremberg, über200,000; sie stehen unter den Bischöfen von Hildesbeim und Osna-brück (letzteres Bisthum ist aber noch nicht besetzt); Bulle des Papstes1824, 26. März. Mennoniten (4 Gemeinden) und Herrnbutcc(eine Gemeinde) in Ostfriesland — 16 bis 1800; Juden — 10 bis12,000. — Das Königreich Hannover ist größtentheils altes Besitz-thum des Guelfenstammes. Die Erbgüter der Billinger, derGrafen von Nordheim, Braunschweig u. a. Sächsischen Dy-nasten wurden im XII. Jahrh, durch Heirathen der letzten Erbinnenderselben mit den Baierschcn Herzögen Heinrich dem Schwarzenund dem Stolzen Eigenthum Guelsischer Fürsten, deren letztgenann-ter auch die herzogliche Würde in Sachsen erhielt und dadurchder mächtigste Fürst Deutschlands wurde. Sein Sohn, Heinrichder Löwe (-f 1195), eroberte Holstein und Meklenbuyg dazu, aberbei seinem durch die Achtscrklärung (1179) herbeigeführten Sturzeblieben ihm nur die Allodialbesitz ringen, der größte Theil derjetzigen Provinzen Lüneburg, Kalenberg, Göttingen, Grubenhagen unddes Herzogthums Braunschweig Wolfenbüttel — 300 Q.M. Durchmehrfache Theilung wurden diese unter seinen Nachkommen noch mehrzersplittert; jedoch starben alle übrigen Nebenzweige des Hauses, bisauf die Linien Wolfenbüttel und Lüneburg aus. Heinrich'sEnkel Albrecht in Braunschweig (-f 1279) und Johann in Lünc-burg (j-1277) stifteten die ältern Linien Braunschweig und Lüne-burg. Jene theilte sich nach und nach in die Grubenhagensche(1596 mit Philipp II. ausgestorben) und in die Götti ngische (aus-gestorben 1463 mit Otto dem Einäugigen). Die ganze ältere Lünebur-gische Linie erlosch mit Wilhelm 1369. Herzog Magnus mit derKette (p I373), Albrechts Urenkel, wurde der Stammvater der beidenmittleren Linien Braunschweig und Lüneburg. Die mittlereBraunschweigische Linie, die in das Haus Kalenberg und Wol-fenbüttel (1503) zerfiel, erlosch mit Herzog Friedrich Ulrich 1634.Ernst der Vekenner (-HI546) von der mittleren LüneburgischenLinie ist der Stammvater des jetzigen ganzen Hauses. Einer seinerSöhne, Heinrich, begnügte sich in der 1569 geschehenen Theilungmit den Ämtern Danncnberg, Lüchow, Hitzacker und Sä>ar-nebeck, jedoch erhielt sein Enkel August das Fürstenthum Wolfcn-büttel und ward Stifter des jetzigen herzoglichen Hauses Braun-schweig. Herzogs Ernst zweiter Sohn, Wilhelm (-f 1592), erhieltdas übrige Lüneburg, wozu noch 1617 Grubenhagen und 1634 Kalen-berg und Göttingen, 1671 auch obige Ämter wieder kamen. SeineEnkel theilten sich in die beiden Linien Lüneburg und Kalenberg,erstere starb jedoch mit Georg Wilhelm 1705 schon aus und sovereinigte die Linie Kalenberg alle Braunschweigische» Fürstenthümcrbis auf Wolfenbüttel. Vergrößert wurde Heinrichs des Löwen Gebiet,welches unter seinem Enkel, Otto dem Kinde, 1235 zum Her-

zogthum