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ist Hauptgewcrbe; auf der Geest (Sandboden) werden Rocken undBuchweizen am meisten gebauet; sehr wichtig ist der Flachsbau,nur in den SO. Ämtern findet man Hopfen und Hanf. Obst istin den Elbgcgenden, besonders in der Nahe Hamburgs, in ziemlicherMenge. Holz ist ein Hauptproduct, wo dieses fehlt, Torf in Über-fluß; daher bedeutender Handel mit Brettern und Holzwaarcn. Hei-kel-, Krons-, Wacholder- u. a. Beeren find in Menge vor-handen. Die reichen Salzquellen in Lüncburg versorgen dasganze Fürstenthum, die benachbarten Provinzen und selbst das Aus-land, so wie Ostfricsland; unbedeutend ist das zweite Salzwcrk inSülze. Außer Torf, dem bei Lüneburg brechenden Kalk undGips und den rathselhaften Granitblocken der Heide, so wie dem imAmte Meincrsen quillendcn Erdöl hat diese Provinz keine Minera-lien. Sehr bedeutend und in vielen Gegenden ausgezeichnet ist diePferdezucht so wie in der Marsch die Rindvi chzuch t; die Hcid-gcgend zieht meistens nur die unter dem Namen der He idschn uckenbekannte Schafgattung. Wichtige Bienenzucht. Die Elbe liefertLachse, Welse, Störe, Neunaugen u. a. Fische, die HeidbachcForellen, die Nebenflüsse der Ilmenau Perlmuscheln, die aberseht nicht mehr gesucht werden. Wild ist in den Waldungen oft zumNachtheil des Ackerbaues in Überfluß. Fabriken sind außer den weni-gen in den drei größeren Städten säst gar nicht; jedoch sind Garn-spinnerei, Weberei der Lcincwand und des sogenannten Hcid-manchestcrs und Beidcrwands, so wie Strumpfstrickcnund Holzarbcitcn sehr verbreitet. Die wichtige Durchfuhr vonden Hansestädten, besonders über Harburg, Lüncburg und Zelle machteinige Gegenden sehr lebhaft, und im Ganzen herrscht ziemlicher Wohl-stand, so daß in vielen Hciddörfern .einheimische bettelnde Arme ganzunbekannt sind. Die E. in den Ämtern Danncnbcrg, Lüchow undWustrow sind zum Theil Wendischen Ursprungs, aber schon langstDeutsche in Sprache und Sitte, wenn gleich man in beiden eine Ab-weichung von denen der anderen Ämter bemerkt. Alle E. des Für-stcnthums sind bis aufzwci kleine katholische und reformirtc Gemeindenin Zelle Lutheraner. Behörden: 2 Gcncralsuperintcnden-turcn, 20 Superintendcnturen, 2 Obcrforstämter, dasLandesöconomiecollcgium, die Justizkanzlei, Stcuerdi-rcction, Zolldircction, 9 Städte, 37 Ämter, von denen 12, dieehemals unter dem Großvoigt zu Zelle standen, Amtsvoigtcien ge-nannt werden, 26 Gerichte.
Lüncburg an der Ilmenau, 13,000 E. Mc Stadt, aber mit ziemlichbreiten Straßen, mehren freien Platzen und freundliche» Umgebungen. Zubemerken sind das Schloß, 1695 erbauet, 1706 bis 1720 von der Witwedes letzten Herzogs von Lüncburg bewohnt, das große Rathhaus, ein an-sehnliches Gebäude mit manchen Merkwürdigkeiten im Innern; die Gebäu-de der Ritterakademie und des Landschaftsdirectoro, das geschmackvolleGymnasium, das Ranfhaus, die Lavallcrie Lasernc. Sitz der Landdrvsiei undeiner ZoUdircction. Im Michaelisklosier, (955 von den Billingern gestif-tet) dessen Abt, Laudfchastsdircctor genannt, erster Landstand des Fürsten-