Hannover. Lüneburg. 317
thums ist, die 1655 gestiftete Ritterak.rdemie (Erziehung- und UnterrichtS-austalt ehemals für den Adel, seit 1821 für höhere Stände überhaupt) miteiner Bibliothek von 1 - 1,000 Bänden und Museum; Gymnasium, Raths-bibliothck. Wichtiges Salzwerk (300,000 Ztr.), dessen O.ueUen zu den stärk-sten und reichsten Europa's gehören, mit einer Badeanstalt, eine Zucker-,Karten- und Tabacksfabrik, starke Spedition und große Waarenuicderlage,Schifffahrt auf der Ilmenau und Elbe. Handel mit Neunaugen; Linnen-legge. Der Kalkberg, ein über ISO F. (über der Nordsee) hoher steilerFelsen unmittelbar an der Stadt, der einst eine alte schon 1371 zerstörteherzogliche Burg trug, noch bis 1763 befestigt, jetzt Gipsbruch, durch dieGefangenen der Karrcnanstalt bearbeitet, bemerkenswert!) durch den hierflch findenden Borazit. Gips- und Kalkbrüchc, mehre unbenutzte Salzquel-le». I» der Nähe eine Papiermühle. Lüneburg war bis I36S der Sitzder Herzöge. Erstürmung der Stadt durch Russen und Preußen, blutigesGefecht innerhalb derselben und Capitulation der Franzosen, 2. April 1813.— ch Zelle oder Lelle an der Aller und Fuse, ohne Vorstädte 4800 E.Freundlich gcbauetcr Ort mit 3 Vorstädten, die allein 5500 E. haben, invölliger Sandebcne gelegen. Schloß, von 136g bis 1705 Residenz der Her-zöge, deren Grabgewölbe in der Stadtkirche, mit Wall und Graben umge-ben; landschaftliches Haus. Sitz des Oberappcllationsgerichtö, einer Iu-stizkanzlei, eincr Generalsuperintendentur, des LandcsökvnvmiecollegiumSund eincr Steuerdircctiou. Zucht- und Irrenanstalt (letztere jetzt größtcu-thcils in Hildcsheim), Hebammcninstitut, Gymnasium, Brandvcrsichcrungs-institut des Fürstenthums, landwirthschaftliche Gesellschaft, 1764 gestiftet,Pfcrdcgestüt, drei öffentliche Bibliotheken. Wachsbleichen und einige andereFabriken, Spedition, Allerschifffahrt. Der große Französische Garten mitdem Denkmale der Königin Mathilde von Dänemark (st-1775). — Ülzenan der Ilmenau, 2900 E. Ein durch Vieh- und Flachshandcl, so wie durchstädtische Gewerbe wohlhabender Ort; Papiermühle, Tuchfabrik, Tabacksfa-brikcu. Linuenlcggc. — st-Harburg a. d. Elbe und Scvc, 4200 E. Gcncral-, supcriiitcudeutur. Befestigtes Schloß, von 1527 bis 1642 Sitz einer herzog-lichen Linie. 3 Wachsbleichen, in der Nähe eine Knochenmühle, wichtigeSpedition und Verkehr mit Hamburg. Strafanstalt. Ehemalige 1813 vonden Franzosen crbauctc Elbbrücke. — ch Oanncnberg a. d. Ieetze, 1400 E.Hauptort der alten Grafschaft. Sitz einer herzoglichen Linie von 156S bis1634. - ch Hitzackcr a. d. Elbe und Ieetze, 900 E. Elbzoll. Altes Schloß,Sitz des Herzogs August von Brauuschweig 1602 bis 1634. — ch Lüchowa. d. Ieetze, 2100 E. Regelmäßig gcbauetcr Ort. Weberei, Spinnerei, Lin-iicnlcgge. Hanptort der 1320 erkauften Grafschaft gl. N. - t Gifhoru(200 F.) a. d. Aller und Isc, 1850 E. Schloß, von 1339 bis 1549 Sitz ei-ner herzoglichen Linie. — Göhrde, Jagdschloß, jetzt größtcuthcils abgebro-chen, in einem wildrcichcn Walde. Preußen und Hauuoverancr schlagendie Franzosen 1813, 16. Scptbr. Erster Gebrauch Cvngrcvschcr Raketen inDeutschland. — Bergen a. d. Dumme, 650 E. und ch IVustrow, 700 E.Starke Leineivebcrei und Linncnleggen. — ch Artlcnburg, ehemals Lauen-