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Deutschland.
2) Der Loniinunionharz, kein besonderes Gebiet, sondern Grubenund Hüttenwerke, von deren Ertrag Hannover Braunschweig ^ zieht,unter einem Dergamte in Goslar. Dazu gehören der Ranimclsberg beiGoslar, ein Theil des Braunschweigsche» Ortes Dcker an der Ocker mit450 E., die Marien Saigerhütte (eine wichtige Silberhutte), eine Gold-scheidungshütte, eine Messinghüttc, Rupferhaimner, die Frau Sophien-hütte bei Langelöheim und die Iutturhütte bei Astfeld, welche Silber,Blei, Zink, Pottasche und Schwefel liefern; alle auf BraunschweigischemGebiete; der Vitriolhof in Goslar, verschiedene Eisengruben am Ibergcu. a., 2 Eisenhütten bei Gittelde und die Saline Iuliuohalle bei Neu-stadt (5000 Ztr.).
28. Herzogthum Braunschweig.
Größe 73 Q.M. Es liegt fast ganz von Hannoverschen undPreußischen Gebieten umschlossen und bildet drei getrennte Hauptmas-sen. Die eine derselben, welche den südlichsten Tbeil des Landes be-greift, liegt ganz auf dem Unterharze und enthalt den 2SV0 F.hohen Wormberg und die 2700 F. hohe Achtermannshöhe(vergl. den Harz bei Hannover). Der zweite (östliche) Theil breitetsich vom N. Fuße des Harzes bis an die Ebenen Lüncburgs aus undwird in S. von dem waldreichen 1I00F. hohen Elm, dem Dorm,Fallstein (670 F.) und anderen Hügelketten durchzogen, geht in N.aber in völlige Ebene über. Der dritte (westliche) Theil erstreckt sichüber einen Theil des Sollings, JhtS und Hüls (— 1100 F.)und ist allethalben bloß Hügelland (der Köterberg bei Holzminden-- 1500 F.). Noch ein kleiner Theil liegt ganz getrennt an der un-teren Weser und ist völlig eben. Fast ein Drittel des Landes ist Wald(am Harz 164,000, am Solling 18,000, am Elme 34,000 Morgen),ein Drittel ist Ackerland. Vom Drömling gehören 16,700 Morgenhierher, durch ihn fließt in einem künstlichen Bette die Ohre; er istmit Erlen und andcrm Buschholze, Rohr und Schilf bewachsen. ZurAller fließt die Ocker; diese nimmt die Gose, Radau, Ecker,Ilse (beide vom Brocken her) und die Sch unter mit der Wabeauf; die Leine empfangt hier die Wispe; in die Innerste fließtdie Grane und Nette; zur Weser geht die Lenne; zur Elbe dieBode und Ohre. Viele Teiche, deren ansehnlichste der Wipper-teich bei Vorsfelde und der Jtel bei Walkenried sind: dergroße Bruch zwischen Ocker und Bode ist entwässert. Der schwere Bo-den fangt in SW. der Schunter und des Dvrms an; nur der nörd-liche Strich ist sandiger Heidboden, der sich gegen S. bald in frucht-bares Kleiland (Lehmboden) verliert, welches sich durchgehends auch imwestlichen Theile findet; die höheren Harzgegendcn sind dem Ackerbaunicht zusagend; am fruchtbarsten ist der Wolfcnbüttelsche und Schö-ningsche Distrikt. Hauptproducte des Landes sind Getreide, Flachs,Rübsaamen, Taback, Zichorien, Hopfen, Holz (die Wald-bewohner brennen Kohlen, schneiden Bretter und verfertigen viel höl-