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Oldenburg. Die freien Städte.
Oldenburg (Aldcnburg) in Wagrien gegründet, 1163 aber nach Lübeckverlegt. Schon seit 1586 waren die Bischöfe stets aus dem HauseHolstein, dessen Gottorpscher Linie es bei der Säkularisation1803 zufiel. Die E. sind alle Lutheraner.
Eutin am Eutiner See mit anmuthigen Umgebungen, 3000 E. Sihder Regicrungs- und Justizkanzlei, des Cvnsistoriums, der Rentkammer.Herzogliches Schloß mit herrlichem Parke, die Fasanerie und Anlagen aufder Insel im See. Gymnasium. Das Cavalierhaus und Collegiengcbäudc,das Palais, Rathhaus. — Sielbeck, Dorf am Uklei See, in einer der rei-zendsten Gegenden Holsteins, mit herzoglichem Lustschlosse. — Schwartauan der Trave und Schwartau, 900 E. Lebhafter Ort mit vielen Nagel-schmieden, Kratzcnmacher» und Knopfmachern. — Dorf Ratkau. BlüchersCapitulation 1806.
III. Fürstenthum Dirkenfeld mit 3 Ämtern — 9 Q. M. 25,000 E.
Es besteht aus ehemaligen Badenschcn, Pfälzischen, Salmischen,Trierschen u. a. Gebieten, größtentheils zur alten Grafschaft Spon-heim (deren Besitzer schon 1137 ausstarben und ihr Land den Hau»fern Baden und Pfalz hinterließen, welche dasselbe 1776 theilten) ge-hörig, welche 1801 an Frankreich fielen, 1814 von Preußen in Besitzgenommen und 1817 an Oldenburg übergeben wurden. Unter den E.sind 4200 Katholiken, 2000 Reformirte, 450 Juden, die übrigen Luthe-raner. Zum Theil gelten hier noch Französische Einrichtungen undRechte.
ch Bickenfeld an der Nahe, 1800 E. Sitz der Regierung, welche zugleichJustizkanzlei ist, eines Conststoriums und einer katholischen Kirchen- undSchulcommiffion. Alte Burg Birkcnfeld, ehemals Sitz der Pfalzgrasenvon ZweibrückenBirkenfeld. Gymnasium, Schullchrerscminar. Weberei. —Bei Hambach Mineralquelle Mit jetzt verfallenen Anlagen. Auch beimDorfe Schwollen sind Mineralquellen. — Schicferbrüche bei wilzenberg,— ch Oberstem an der Nahe, 1990 E. und Jdar 1100 E. Wichtige Stein-schleifereien in dieser Gegend; an der Nahe und Jdar viele Schleifmühlen.Die Herrschaft Oberstem gehörte den Grafen von Leiningen Heidenheim,„ach deren Aussterbcn 1766 sie als eröffnetes Lehn an Kurtrier fiel. —Bei Neuenkirchcn findet sich Rvthel. — volmerbach, Achatgrubcn. —Nohfelden a. d. Nahe, 500 E.
35—38. Die freien Städte.
Durch den Frieden zu Luneville (1801) und NeichsdeputationSre-ceß (1803) wurden alle freien Reichsstädte des Rbmifchdcutschenk Rei-ches mit Ausnahme von Augsburg, Rcgensburg, Franfurtam Main, Hamburg, Lübeck und Bremen aufgehoben. Dieersten drei wurden 1806 ihrer Selbstständigkcit beraubt, die letzteren1810 dem Französischen Reiche einverleibt. Durch den Wiener Eon-greß wurden die letzten vier als freie Städte in den Deutschen Staa-tenbund aufgenommen. Größe ihres Gebiets — IS Q. M. 310,000 E.