Band 
Erster Theil.
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Einleitung.

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Lust; von der Ebene zu den Bergen hinan wird die Lust immer rau-her, bis zum ewigen Winter der Hvchalpcngipfcl. Viehzucht, beson-ders Rindvieh- und Ziegenzucht, ist Hauptgeschäft der Schweizer, den-noch werden aus Deutschland noch viele gemästete Ochsen eingefübrt,Ackerbau ist aber auch, wo der Boden ihn zulaßt, blühend, nicht we.uigcr der Obstbau und, besonders im Waadtlande, der Weinbau.Man bauet nicht allein die gewöhnlichen Getrcidearten, aber lange»nicht in hinreichender Menge, sondern auch viel Flachs, so wie Hanf,Taback, Futter- und Farbepflanzen. Auf den Alpen sindvorzügliche Arzneikräuter. Tessin liefert auch Feigen, Man-deln, sogar Oliven. Bienen finden sich häufig. Die Hochgebirgehegen Gemsen, Murmelthiere, Luchse, Wölfe und Baren,Adler und Geier. Wild ist wenig vorhanden; der Steinbock istfast ausgerottet; reich sind die Gewässer an Fischen. An nutzbarenMineralien ist die Schweiz ziemlich arm; man gewinnt ziemlichviel Eisen, wenig Silber, Kupfer, Blei und Zink; die altenGoldberqwerke bei Ehur sind aufgegeben; der Rhein, und einige seinerNebenflüsse führen Goldsand. Salz liefert nur eine einzige Quelleund ein Steinsalzlager im Waadtlande; Vitriol gewann man ehe-mals in Graubündten; jedoch giebt es schönen Marmor, viel Berg-kristall, Lavezstein, Porzelan- u. a. Thon, Kalk, Gips,Schiefer, Steinkohlen, Torf; die Mineralquellen sind zumTheil berühmt.

Die E. sind fast alle Deutschen Stammes, über 2 Mill. ander Zahl. nur in S. sind Italiener, in W. Franzosen, alle redendie Sprache ihres Stammes; nur in einer Gegend Graubündtens wirdRomanisch oder Ladinisch (ein Dialekt des Italienischen) geredet.1,400,000 E. bekennen sich zur protestantisch reformirten Kirche,600,000 sind Katholiken, OOOWiedertäufer, etwa 2000Juden.Obgleich Viehzucht und Ackerbau Hauptgeschäft sind, so ist doch dasFabrik wesen in den Cantons Aargau, Basel, Bern, Zürich, St.Gallen, Appcnzell, Genf, Waadtland, Neuenburg höchst bedeutend undder Handel mit baumwollenen und seidenen Zeugen, Lcinewand, Uh-ren, Parier, Leder, Gold- und Silberwaaren, Glas, Rindvieh, Butterund Käse sehr wichtig; selbst die Spedition zwischen Deutschlandund Italien nicht gering und durch die neuen oder verbesserten Stra-ßen über den Simplon, Gottbard. Splügen, Bernhardinu. a. sehr erleichtert. Projectirt ist bereits die wichtige Kanalverbin-dung des Rheines mit dem Neuenburgec und Genfer See. Wissen-schaften und Künste werden sehr geschätzt und es giebt eine Universitätund mehre blühende Schulen und Vereine zur Beförderung derselben;am meisten zeichnen sich darin, so wie überhaupt durch Volksbildungdie N- und W. protestantischen Eantons aus.

Die Schweiz, bis 406 Römische Provinz, ward zur Zeit der Völ-kerwanderung von Deutschen Stämmen, Burgundern und Ale-mannen, besetzt und kam um 500 unter Fränkische Herrschaft.Nach Karls des Großen Zeiten machten sich eine Menge Grafen undRitter unabhängig und ein Theil des Landes gehörte zum Burgun-dischen Reiche. Seit dem XI. Jahrh, wurden die Grafen von Zäh-