Einleitung.
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bürg. 4) Facultäten der Wissenschaften (Mathematik undNaturwissenschaften): Paris, Caen, Dijon, Grcnoble, Montpellier,Strasburg, Toulouse. 5) Facultäten der Literatur: Paris,Besancon, Eaen, Dijon, Strasburg, Toulouse. In Paris sind noch:das College de France für Wissenschaften und Literatur, die Schulefür Morgcnlandische Sprachen, das Museum der Natur-geschichte, die Specialschule für schöne Künste, die polytech-nische Schule; Normalschule zur Bildung von Lehrern an denColleges (Gymnasien), die Schule für Mathematik und Zeich-nen, die Gesang- und Declamationöschule, das Conservato-rium der Künste und Gewerbe, die Schule für Brücken- undStraßenbau, für Bergbau. Wichtige andere Anstalten sind dieKunst- und Gewerbschulen zu Chalons an der Marne (400Schüler) und Angers (200 Schüler), die Malerschulen in Lyon,Dijon rc., die Kunstschule in Rom, die Vetcrinairschulen inAlfort, Lyon und Toulouse, die Militairschulen in St. Cyr undSaumur, die Ingenieur- und Artillerieschulcn in Metz, dieBergschulc in St. Eticnne, die Forstschule in Nancy, Schulenfür dasSeewescn und das Secgeniecorps in Brest, für Acker-bau in Roville und Grignon, drei Pharmacieschulcn, 18 medizinischeSccundärschulen. Eine Menge wissenschaftlicher oder gemeinnützigerVereine sind durch das ganze Land verbreitet; der wichtigste ist daskönigliche Institut in Paris, welches sich in fünf Akademientbcilt; so wie überhaupt die ganze Französische Wissenschaft und Kunstin Paris ihren Ccntralpunkt hat. Sehr merklich ist der höhere Gradvon Bildung um welchen die nördlichen Gegenden die südlichen über-treffen. — Unter den Beschäftigungen der E. stehen Fabrikarbei-ten oben an; vor allen sind die Seid enfabriken in S., die Tuch-fabriken in N. wichtig, jedoch ist fast kein Gegenstand der Indu-strie, der nicht in Frankreich verfertigt würde; namentlich sind diePutz-, Mvde- und Galanteriewaaren, Tapeten, Leder-,Glas-, Gold-, Silber-, Bronce-, Stahlarbeiten, Porze-llan, Spiegel, Batist, Spitzen, Baumwollwaaren, Uhrenu. a. mehr als ausgezeichnet bekannt. Alle diese Arbeiten sind Gegenständeder Ausfuhr, wogegen das Land mcistentycils die rohen Stoffe, alsMetalle, Holz, Hanf, Flachs, Baumwolle, Seide, Wolle und Colo-nialwaarcn einführt; daher ein blühender Verkehr sowohl zur See alsim Innern, wo neben den Kanälen und Flüssen treffliche Landstraßendenselben sehr erleichtern.
Frankreich ist unstreitig die älteste Monarchie Europas. Gleichnach dem Untergänge des Römischen Reiches bilden Germanische Völ-ker in Gallien (486) das Fränkische Reich unter Chlodewig,welches durch ihn und seine Nachfolger sich erweiterte und durch Karldem Großen (ff 814), dessen Stamm seit 752 die erste Dynastieder Merowinger verdrängt hatte, bis zum Ebro und Eidcr sich aus-dehnte. Die Theilung zu Verdun (843) trennte Frankreich vonden Deutschen und Italienischen Provinzen; aber schwache Könige räumtenden Kronvasallen solche Gewalt ein, daß der größte Theil des Landes der