Band 
Zweiter Theil.
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Einleitung.

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in Albanien der See von Janina und Skutari. Die Türkeigehört zu den fruchtbarsten Ländern Europa's; mit Ausnahme der ei-gentlichen Gebirgsgegenden, die aber die herrlichsten Wiesen in Thäler»und an den Höhen haben, und einiger Distrikte in Albanien und indcnGegenden, wo durch übermäßige Ausrottung derWälder dieQuelleuversiegt sind und der Woben dürre geworden ist, haben alle Provinzenfast durchgehends den ergiebigsten Ackerboden, der an Güte den geseg-netsten Fluren des übrigen Europa's nicht nachsteht. Unbedeutend sindim Verhältniß zum ganzen Lande einige Sumpf- und Steppengegen-den an der Donau und einige Sandflächen in Mazedonien. Die ge-segnetsten Fluren hat Mazedonien auf seiner Halbinsel. Sehr großsind aber die Strecken ganz unbenutzten Bodens, auf denen gleichsamder Fluch des Despotismus und der Anarchie ruht. Das Klima istwie das ganze Land selbst durch das Hauptgebirge getheilt; im N. desletzern ist ziemlich Deutsches Klima; in der Moldau und Wlachei istnoch sehr strenge und anhaltende Winterkälte, so daß die Donau nochmit dickem Eise belegt wird, die Folge der rauhen NO. Winde, denenbeide Provinzen offen stehen. Etwas milder ist das Klima im S. derDonau, große Sommerwärme, aber noch immer eigentlicher, wenn auchin den Ebenen nicht anhaltender Winter mit Schnee und Eis, undveränderliche Witterung. Anders ist eS im S. des Gcbirgs, besondersin den Küstengegenden des MarmaraMeereS und des Archipelagus; daist allethalben südliche Milde und der Winter nur durch etwas ranheLuft und unbeständige Witterung bemerkbar, aber selbst in Konstanti-uopel fällt das Thermometer selten unter 0. Der südlichste Theil hat-völlig Italienische Luft und Producte. Mit Ausnahme der Morastge-genden ist daS Klima allethalben gesund, aber nur zu häufig fordertdie Pest, besonders in den großen Städten, ihre Opfer. VulkanischeEr'chlinungen sind nur auf einigen Inseln, aber Erdbeben haben schonoft große Verwüstungen angerichtet. Alle Naturreiche liefern eine Füllevon Prodncten und in dieser Rücksicht gehört die Türkei zu den reich-ster Ländern Europa's. Getreide wird in Menge gebauet, die Mol-dau, Wlachei, Rumili und Mazedonien sind daran sehr reich; Reisum ia Rumili und Mazedonien, dagegen viel Mais und Hirse,letz:ere besonders in der Moldau und Wlachei, Rocken hat man wenig.Weinbau ist besonders in S. und auf den Inseln bedeutend, auchin der Moldau und Wlachei; Südfrüchre und Öl liefern ebenfallsum d.e Südprovinzcn und Inseln; Baumwolle bringt Mazedonienseh: r:el hervor; Flachs und noch mehr Hanf sind für die N. Pro-vinzen wichtig, Tabacksbau ist im ganzen Lande verbreitet undliestrt zum Theil eine ausgezeichnete Waare, Obst liefern alle Pro-vinzen in Menge. Ungeheure Waldungen von allen Arten Euro-päichcr Forstbäume bedecken die nördlichen Gebirge, in S. sind auchZedern, Platanen, L orbcerbäume, Zipresseu undOlean-de:; einige Gegenden haben freilich Holzmangel; Galläpfcl werdenin Mmge ausgeführt, auch Gummi Tragant wird in einigen Ge-gewcr gewonnen und Süßholz. Die schönsten Blumen und duftend-ste> Lräuter bedecken die Anhöhen und Fluren der südlicheren Provin-