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Türkei.
wirrt, daß sich schwerlich irgend etwas allgemein Gültiges als bestimmteRegel angeben läßt, und so fuhren wir hier nur noch die Musse-line liks und Ajaliks, als Namen von kleineren Provinzthcilcnan, so wie, daß die vornehmsten Paschas drei Roßsch weife (esgiebt nur eine Fahne, die grüne Fahne Muhameds, dieübrigen Türkischen Feldzeichen sind Stangen mit Noßschweifeu), anderenur zwei vor sich her tragen lassen. Die Macht der Statthalter inden Provinzen ist unumschränkt und durch sie wirkt gerade der Des-potismus so furchtbar, da die Regierung zufrieden, wenn sie aus denProvinzen ihren Tribut erhält, sich um daS Thun und Treiben derWeamten gar nicht kümmert, und sie nur, wenn offenbare Empörungausbucht, öffentlich oder heimlich aus dem Wege zu räumen sucht.Seit alten Zeiten schon theilt man die Türkei in 7 Provinzen, derenGränzen freilich mit denen der Türkischen Paschaliks nicht überein-stimmen, die aber bestimmt sind und daher die Übersicht erleichtern.
I. Romanien, Rumili.
Es begreift das Flußgebiet der Maritza und die Küste desSchwarzen Meeres, in S. des Balkan, von dem ein anderer Gebirgß-züg, das Strandscheagebirge, in SO. Richtung bis zum Bospo-rus fortläuft, an dessen W. Anhänge die Straße von Konstantiuopelnach Bulgarien sich hinzieht. Eine Fortsetzung des OeSpotogebirgesbildet die Halbinsel Gallipoli. Zwei Meerengen trennen hierEuropa von Asien: die Straße von Konstantin opel, der Bos-porus, 4M. lang, bei der Hauptstadt Z Stunde, an der schmalstcnStelle nur 2200 F. breit. Einem breiten Strome gleich wogt hierdas Meer zwischen den zwei reizenden Ufern, welche mit Landhäusernbesäet sind, die in S. mit den Städten Konstantinopel und Skutariendigen. Die Dardanellen, von der Halbinsel Gallipoli gebildet,
8 M. lang, an der schmalstcn Stelle nur 2500 F. breit, werden durchdie beiden alten und zwei neuere Schlösser keineswegs hinläng-lich vertheidigt. Beide Meerengen haben starke Strömungen von N.nach S. Der fruchtbare, aber selbst in der Nähe der Hauptstadt ingroßen Strecken unbebanete Boden, liefert Getreide, Hanf undTaback in Menge; auch Reis und Krapp wird gebauet. Unterden Hausthieren findet sich das Kamel und das Schaf mit demFettschwanzc; die Gebirge liefern etwas Silber und Eisen.
Lonstnutinopcl am S. Eingänge der genannten Straße, bildet einDreieck, dessen Nordseite den großen und sicheren Hafen, dessen Südseitedas Marmara Meer berührt. An der dritten Seite verliert sich die Stadtallmalig unter Landhäusern, Garten und Feldern. Sie hat gegen S M.,mit den Vorstädten aber einen weit. größeren Umfang. Die Zahl ihrer E.laßt sich schwerlich angeben, betragt jedoch gewiß über ^Mill., von denenetwa ^Türken, ^Griechen, die übrigen Europäer, Juden und Armenierfind. Die Lage Konstantinvpcls an den reizenden Usern des Bosporusund neben dem von tausend großen und kleinen Schiffen belebten Hafen .ist ausgezeichnet schön und in dieser Rücksicht wetteifert es mit Lissabon