Band 
Zweiter Theil.
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Türkei.

erst 1815 theils durch Vergleich, theils durch Gewalt gedämpft wurde.Die E. zahlten dem zufolge einen bestimmte» Tribut, ihre Festungenhatten Türkische Besatzung und in der Hauptstadt war ei» Pascha,aber die Verwaltung des Landes stand unter einem Serbischen Rathe.Durch neuere Verträge ist daS Land fast ganz.unabhängig geworden.Nur in Belgrad ist noch ein Türkischer Pascha; sonst steht seit 1830Fürst Mi losch als selbstständiger Regent an der Spitze der ganze»Verwaltung; ihm zur Seite ein Rath. Der Sultan erhalt eine» fürimmer festgesetzten Tribut. Türken dürfen außerhalb Belgrad nicht imLande seyn. Serbien ist in 18 Provinzen getheilt, von denen die5 südlichen noch von den Türken besetzt sind; diese stehen unter Obor-kncsen und sind in Kneschinen (Ämter) und Gemeinden getheilt.Zur Triippenstell»»g in den Kriegen des Sultans ist der Fürst nichtverpflichtet.

Die zehn Städte sind: Belgrad an der Save und Donau, wichtigeHandelsstadt und Festung mit 39,oooE. Die Festung liegt auf einer An-höhe; unter derselben an der Donau die Wasser- undRai;enstadt. Merk-würdig durch die vielen Belagerungen und Eroberungen der Stadt durchTürken, Österreicher oder Servier 1442, 1456, 1493, 1522, 1638, 1690,1717 (durch Eugen vonSavvyen), 1739, 1789, 1806, 1813. Fricdei7i7und 1739. — Scmcnvria, Smederervo, a. d. Donau und Mvrawa, Fe-stung, 19,900 E. Berühmter Wein. — Schabaz, Festung a. d. Save.

— paffarowitz, pcsscharewaz, Städtchen an der Mvrawa, Friede 1718.

— Loagujewa; am Rudniker Gebirge, Residenz des Fürsten. — L;u-prija (tschu), Festung a. d. Mvrawa. I«gc>dina. — Uschiye, Festunga. d. Serbischen Mvrawa, die zweite Stadt Serbiens. — Lzaezak(tschatschak) a. d. Serbischen Mvrawa. — Laranorva; am Ibar. — Indem noch von den Türken besetzten Theile liegen: pirischrina am Fußedes Gebirgs; von hier Bergstraßen nach Albanien und Mazedonien. Nichtweit davon Lassawa in dem durch Schlachten (1389 und 1449) berühm-ten Amselsclde. — -fQavi Basar am Ibar, 8900E. — -j-Deldschrcrinauf dem Amselsclde. — Nissa a. d. Nissawa, 7000E. Befestigt.

IV. Bosnien.

Es bildet ein besonderes Cjalet unter einem Pascha von3 Roß schweifen. Das Land ist sehr gebirgig, vom Vistrogo undZamoragebirge, welches sich in RW. an die O in ari sch e n Alpe» an-schließt, durchzogen, in SW. mit kahlen Felsen, an der N. Abdachungreich bewaldet, mit fruchtbaren Thälern. Die Save nimmt die U » n a,den Verbas, BoSna und Oriua auf. Reichthum an Obst, wichtigerHan fb a u, starke Pferde-, besonders aber Schweinezucht; Eisen,Quecksilber und Blei werden gewonnen, Gold und Silber istunbenutzt. — Bosnien, dessen G. größtentheils Slaven und Chri-sten, außerdem Türken, Juden, Zigeuner u. a. sind, gehörte inälteren Zeiten bald zum Königr. Serbien, bald zu Kroatien, seit 1138zu Ungarn und stand unter einem Ban (Statthalter), machte sich