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Asien.
das Baikal-, Jablonnoi (Apfel)- und Stanowoi Gebirge.Es hält sich ziemlich an der S. Gränze, der höchste Kamm, der Gro-ße Altai zwischen den Selenga-, Jrtisch- und Jenisei Quellen, unddie Wasserscheide fallen jedoch auf Chinesisches Gebiet. In Sibirienist der höchste Gipfel der Jyiktu oder Alastau am linken Ufer derTschuja, wahrscheinlich über 10,000 F. hoch. Diese südlichen Gebirgebilden die Stufen, auf denen man zum Asiatischen Hochlande emporsteigt, merkwürdig in manchen Gegenden (z. B. bei Kolywansk) durchdie sonderbare Gestalt ihrer zertrümmerten Granitmassen, ihre herrlichenPorfyr- und Jaspislager (am Tom) und Spuren alter Vulkane. Un-zählige Zweige derselben ziehen in der östlichen Hälfte gegen N. zumEismeere; einer derselben etwa 3000 F. hoch läuft nahe am östlichenMeere bis zur Stadt Ochotsk, ein anderer in O. des Aldan ist imKapitanskaja Gora 4200 F. hoch. Die nördliche Hälftedes Landes ist in W. bloße Ebene, oft morastig (Tundra genannt),nur im Winter zu passiren, in O. mehr Gebirgsland, aller Culturunfähig, wo selbst im Julius die Erde kaum einen Fuß tief aufthauet,ganz in N. ohne alle Vegetation bis auf eine dürftige Moosdecke, süd-licher voll dichter Ravelwaldung, die aber in W. auch fast ganz fehlt.Über dem 70^ N. ist nur eine ungeheure Wüste, voll Seen und Sümpfe;diese Ebene heißt Tundra. Die Todtenstille dieser Einöde wird nurim Sommer durch die zahllosen Zugvogel (Gänse, Enten, Schwäne,Möven) und die Heerden wilder Rennthiere, welche hierher vor denMückeuschwärmen der südlichen Waldungen fliehen, unterbrochen. Inder kurzen Sommerszeit, wenn das Eis des Bodens aufthauet, ist dieganze Gegend unzugänglich. Merkwürdig ist die Schichtenlage deSErdbodens, die an den hohen Ufern der Gewässer abwechselnd aus Erdeund Eis besteht, so wie die Menge von Birken, die man zwischen derJana und Jndigirka mit Zweigen, Wurzeln und Rinde aus der Erdegräbt und die im Feuer wie Steinkohlen glimmen. Nicht wenigerauffallend sind die Gebeine (ja selbst ganze Körper) urwcltlicher Thiere(Mammut u. a.), die eingefroren im eisigen Boden sich finden. Ganzanders ist die südliche Hälfte. Westlich vorn Tobol und Jrtischist in derselben ebenes, theils sehr fruchtbares Land, theils völligeSteppe; die Jset tische Steppe zwischen Tobol und Ural mit ein.zelnen fruchtbaren Strecken; die Jschimsche Steppe zwischen Tobolund Jrtisch, meistenthcils dürre, hat aber auch gut angebauete Gegen-den. Zwischen Jrtisch und Obi ist in S. die sogenannte Barabins-kische Steppe, theils sumpfig und voll Salzseen, theils dürre, aberin SO. fruchtbar, waldreich und schönes Hügelland, welches sich allmä-lig zum Gebirge erhebt. Zwischen Ob und Jenisei erheben sich in S.metallreiche Gebirge; bis 56^ ist blühender Ackerbau, die KornkammerSibiriens. In O. des Jenisei beginnt das hohe, mit finsteren Wäl-dern bedeckte rauhe Gebirgsland, das jedoch in S. noch fruchtbareGegenden in sich schließt; der ganze NO. Theil ist gänzlich unfähig fürCultur, zum Theil wahre Wüste, fast das ganze Jahr mit Schnee be-deckt. Erdbeben sind im südlichen Gebirgslande nicht unbekannt.Die Abdachung des Landes völlig nördlich zum Eismeere hin; nur die
SW.