Sibirien.
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befinden sich 90 Eiscngruben und Hütten, 69 Kupfergrubcn und Hüt-ten ; mehr als 120,000 Menschen leben daselbst von Berg- und Hüt-ten bau. Bemerkenswerth ist die Entdeckung der Platina im Uralseit 1823, vorzüglich in dessen westlichen Theilen*). Die südlichen Ge-birge haben besonders ergiebige Silbergrnben. Won anderen Mineralienfinden sich in verschiedenen Gegenden Bergkristall, MarienglaS,Schwefel, Salz, mancherlei Edelsteine, Blei u. a. Treib-holz führen die Flüsse in großer Menge inS Meer; man findet auchBernstein und Steinkohlen. Höchst merkwürdig ist im Gebieteder Jakuten der Holz- oder Steinsee (Tastan) durch seine MengeversteincrtenHolzes, in dem sich ganze Stücke versteinerten Harzes,der Ambra ähnlich (also offenbar dasselbe was Bernstein), zeigen. Torffindet sich in großen Lagern, besonders in N. — Die höchst geringeEinwohnerzahl ist sehr verschieden vertheilt; cS giebt in S. einigeziemlich bewohnte Gegenden, der größte Theil des Landes aber ist öde,nur mit einzelne» Dorfschaften besetzt, oder von Nomaden durchzogen;viele Qnadratmeilen Landes besonders in N. enthalten oft nicht ein mensch-liches Wesen. Die Europäische Bevölkerung ist in den meisten Ge-genden nur auf die große Handelsstraße von Tobolsk nach Jrkutsk be-schränkt. Die Zahl aller E. beläuft sich noch nicht auf 2 Mill. Siegehören theils dem Mongolischen, theils dem KaukasischenStamme an. Zn den Mongolen gehören s) die Tungusen vomJenisei bis zum Östlichen Ozeane— 16,000 (die an der Küste woh-nenden heißen Lamuten). d) die Burjäten am Baikal See— 73,000. c) Sojoten und Songaren westlich von den vorigen,ck) Jukagiren an der N. Küste in O. der Lena —1500. e) Kor-jäken östlich von den vorigen an der Kolyma bis zum Anadyr —1400. D Tschn ktschen auf der NO. Küste. Kamtschada-lcn auf Kamtschatka — 1400. Ii) Tomski sche und Jeni fri-sche Ostjaken. i) Samvjeden in N. um Ob und Jenisei —3000. Ic) Kalmükken in den südwestliche» Steppen, sehr zahlreich.I) Finnische Ostjaken am Öb und Jrtisch. m) Wogule»,ebenfalls Finnischen Stammes, zwischen Ural und Obi — 2100.Kau lasier sind die Tataren in sehr zerstreueten Stämmen meistin W. Sibirien — 30,000; zn ihnen gehören auch die Bucharcn,Barabinzcn, Turalinzen an der Tura, Teleuten am Tomim Gebirge bis KuSnezk, Beltiren und Birjussen am Abakann. a. zum Theil stark mit Mongolen vermischt. Auch die Jakutensind wahrscheinlich Tatarischen Stammes, im nördlichen Gebiete derLena—66,000. Außer diesen giebt eS noch manche kleinere Völker-schaften, deren Herkunft zum Theil unbekannt ist. Die Zahl allerEingebornen des Landes betragt keine halbe Million und hat sichdurch Europäische Krankheiten (Blattern, Lustsenche u. a.l, Brannt-wein und Druck der Europäer noch immer sehr vermindert. Zahl-
*) In dem ersten halben Jahre 1830 gewann man im Ural 6300 Pf. Gold und2170 Pf. Platina; letztere wird jetzt auch zu Münzen verarbeitet.
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