Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

der Königsberg (Schahdag) — 12,000 F. Die Südseite fälltnicht so steil ab als die nördliche und geht in ein höchst fruchtbaresHügelland über, welches sich an der S. Gränze zu einem Hochlandeerhebt, dem Armenischen Berglande, in welchem der Ararat, 16,200 F.hoch, 1829 zuerst erstiegen, mit seinem schneereichen nackten Lavagipselhervorragt. Ein schon im Alterthum berühmter Paß, die'Porta Cau-casia, seht Dcrial genannt, führt 8000 F. hoch zwischen 3 bis4000 F. hohen steilen Felsenwänden, tiefen Schluchten und an schauer-vollen Abgründen über ihn, oft durch Lauinen und anschwellende Berg-gewässer gesperrt. Ein anderer Paß in Osten war die alte PortaCaöpia oder Albanica. In diesem grauenvollen Gebirge sind den-noch aber schöne Thaler und die lachendsten Gefilde; besonders an des-sen S. Abhänge; dort sind herrliche Felder mit dem fruchtbarstenBoden und Wiesen von unzähligen Bächen bewässert. Ein Arm desGebirgS läuft gegen S. zum Türkischen Hochlande, so wie eine gegenN. laufende Hügelkette in der dortigen Steppe die Wasserscheide macht.Dadurch ist ganz Kankasien in 4 Flußgebiete getrennt. In N. nachW. zum Schwarzen Meere fließt der Kuban, gegen O. zum KaSpi-schen See der Terek, Koisu, Samur u.a. In S. ist der größteder Kaukasusflüsse, der Kur, dessen Quelle im Türkischen Armenienist, mit dem Araß, Aragna, Jori und Alazani; er strömt zumKaSpischen See. Auf der entgegengesetzten Seite, nach W. zu, fließtder Rion oder Fachs. Alle sind nur wenige Meilen vor ihrer Mün-dung schiffbar. Die Gebirge haben natürlich eine rauhe Luft, aberäußerst milde und lieblich ist das Klima der Thäler, besonders in S.des Kaukasus; das südliche Hochland hat jedoch strenge Winter. Reichist das Land von der Natur bedacht. Der fruchtbare Boden bringtreicklick Getreide, Obst (in S. auch Granaten, Feigen und Man-deln),Reis, Hirse, Taback und Hanf hervor; selbst Baumwollegedeihet und Safran, Krapp, Waid, Fenchel, Anis undKappern wachsen in S. in größter Menge wild, werden aber nochnicht genug benutzt; Weinbau ist dort sehr bedeutend, auch der Wein-stock findet sich in S. wild. In einigen Provinzen werden auch Süd-früchte und Ol gebauet. Won Metallen, edle» und unedlen,sind Spuren genug da, aber sie werden wenig benutzt; Mineralquellenfind sehr zahlreich und besonders merkwürdig die vielen E rd ö l(Nafta)-quellen in SO. Eine St ein sa lz gr u b e ist in Armenien. Manzieht die gewöhnlichen Europäischen Hausthiere, darunter auch Schafemit Fettschwänzen und Kamele; Wild ist in großer Menge vor-handen, darunter auch die Gemse, der Steinbock und Argali;reißende Thiere, Bären, Wölfe, Luchse, wilde Katzen, Scha-kals u. a. fehlen nicht, selbst Hiänen und Leoparden zeigen sich undim KaSp. See lebt der Seehund; der Gold- und gemeine Fasanist in Mingrclien wild; Schildkröten; wichtiger Seidenbau inS.; starke Bien enzn cht in einigen Distrikten; wilde Bienen,die bisweilen berauschenden Honig bereiten; der Honig einer an-deren Bienenart ist hart wie Wachs. Die E. sind eine Sammlungvon mancherlei Wölkerstämmen, unter denen man wenistens nach den