Band 
Zweiter Theil.
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141
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Kaukasien.

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Drüben, im Distrikte von Jclisawetpol Alaungruben. Gnechische Cvlo-nie in Somchcticn- Die Lcsgischcn Stamme am Alazani und dem Kau-kasus sind 183» völlig den Russen unterworfen.

2) Imirerien — 65» Q- M. Liegt im W. des Gcbirgs am Schwar-zen Meere und besteht aus den 3 Landern Mingrelien in N., Gurrn in«S., Imireri zwischen beiden.—In Imircrien ist die Hauptst. Rhucaisstvder Dhotarissi am Rion, SOvvE-— In Mingrelien, dessen E. höchst rohund als Sklavenhändler, wenigstens ehemals, berüchtigt waren (selbst derVerkauf von Kindern und Verwandten war nicht unerhört), und die nocheinen eigenen, von Rußland abhängigen Fürsten mit dem Titel Da-vian haben, sind die Städte Marcwili und Ropi, elende Örter, letzte-rer so wie auch Anakri und rkcdncel) Laleh (4»o E.) mit einem Ha-fen. — In Guria, welches erst 1812 von den Türken abgetreten wurdeund ebenfalls noch einen Fürsten, Guriel genannt, hat, liegen Barumi,2»o» E. , Hafen, und pori, looo E., Hafen a. d. Mündung des Rion.Durch den Frieden zu Adrianvpel (182g) ist ein neuer Theil des Türki-schen Gebiets bis zum Flusse Tschoroki — 20» Q. M. mit den StädtenAkhalzikke, 1» bis l4,vo»L., Akhalkalaki und Azkur, abgetreten.— ImNW. Theil des Kaukasus und an der Küste des Schwarzen Meeres woh-nen die Abasten oder Awchasen, als Land- und Seeräuber bekannt, diein früheren Zeiten sich wohl selbst den Mamlucken in Ägypten als Skla-ven verkauften, um Gelegenheit zum Kriege zu haben und dadurch ihrGlück zu machen. Sie verfertigen vorzügliche Waffen und Stahlarbeiten,spinnen Baumwolle und treiben starke Bienenzucht. In ihrem Gebieteliegt die Rufs. Festung Sokumkaleh mit einem Hafen. Vergl. Tschcrkcssien.

3) Schirrvan — 45» Q. M. Am Kaspischen Meere und am Kur.Der Boden ist theils eigentliches Gebirg, theils sehr fruchtbares Hügel-und Küstenland mit äußerst mildem Klima. Die E. sind ein Gemischvon Georgiern, Turkmanen, Arabern, Persern, Armeniern U. a. DieProvinz, die 1812 von Persien abgetreten wurde, enthält noch einige ab-hängige Fürstenthümer von einheimischen Chans beherrscht. An der Küstesind verschiedene zum Theil vulkanische Inseln. Bemerkenswert!) ist be,sonders die Halbinsel Abschcron durch ihre Naftaqucllen, deren hier über10» sind. Einige derselben liefern ein fast wasserhclles, die meisten einschwarzbrauncs Erdöl und zwar so reichlich, daß man von jener Sortejährlich 28,»v» Pfund, von dieser jährlich 86,»o» Intr. sammelt, welchemeistenthcils nach Perstcn versendet wird, schöpft. Diese Nasta ist na-mentlich in Baku das einzige Brennmaterial; der Boden der ganzen Ge-gend ist stark damit getränkt. Nachts scheinen oft ganze Strecken imFeuer zustehen, ohne daß man jedoch an dem phosphorischem Lichte Wärme be-merkt. Eine in die Erde gesteckte und angezündete Röhre brennt unauf-hörlich fort und liefert einem Weber hinreichendes Licht. Gebern oderPausen halten dieses Feuer für besonders heilig, wohnen daher hier zumTheil, oder kommen als Wallfahrer selbst aus Indien. Die Hauptstadt