Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

6M. im Umfange. Strenge schnee- und sturmrciche Winter in den höhe-ren Gegenden; fruchtbarer Boden. Großer Reichthum an Pflanzen, wil-den und zahmen Thieren, Salz, Salpeter, Schwefel; unbenutzte Zupfer-gruben. Lriwan, Hauptstadt mit 10 bis 15,000 L. Ungesunde Luft inder Sommerhitze, daher Auswanderung der E. in dieser Zeit auf die höhe-ren Bcrggegenden, wie in vielen Persischen Städten.— Abassabad undUrdabad, feste Plätze am Aras, und Nakfchiwan. — Ruinen der altenStadt Ardaschie. Bei dem Dorfe Mulp oder Logp unweit des Aras amBerge Takalru reiche Steinfalzgrubcn. Nicht weit von Eriwan liegt dasberühmte Armenische Kloster Etschmiasi», von 300 Mönchen bewohnt,Sitz des Patriarchen, welcher das Haupt der Armenischen Christenheit ist.— Seit 1829 hat sich der Kurdische Nvmadenstamm der Iczidis ausdem Türkischen Gebiete (vergl. Bajazid) hierher begeben; starke Einwan-derung Christlicher Familien aus den Persischen und den Türkischen Pro-vinzen.

Türkisches Reich.

Größe —20 bis 24,000 Q.M. Es begreift die westliche Halb-insel Asiens, nebst anderen dieser zunächst gelegenen Länder zwischen30° und 42° N. und 43° 50' und 65° 50' O., liegt also mit S. Eu-ropa und der N. Küste Afrikas in gleicher Breite. Arabien, Persienund Kaukasien sind die Landgränzen, das Mittel- und Schwarze Meerbespült die W., S. und R. Küsten. Das Klima stimmt mit seinerLage völlig überein; überall milde Sommerwärme, die freilich in eini-gen Thalgegenden drückend wird und in den Wüsten bis zur unerträg-lichen Hitze sich steigert; in den höheren Gegenden zunehmende Kältebis zum ewigen Froste der Schneeregivn auf den hoben Gebirgen.Der größte Theil des Türkischen Asiens ist Hochland, von 5 bis 10,000 F.hohen, zum Theil mit ewigem Schnee bedeckten Bergketten umgebenund durchzogen. Auf der westlichen Halbinsel trägt es den allgemei-nen Namen deS Taurus, weiter in Osten, wo es seine größte Höheerreicht, heißt es das Armenische Gebirge, derS. Zweig, der amMittelmcere hinläuft, Libanon. Das Hochland beginnt unweit derW. Küste und zieht gegen W. durch ganz Natolien in unbekannterHöhe, und schließt sich in O. an das noch höher steigende Armeni-sche Hochland, so wie in S. an das Syrische Hochland an. DieHalbinsel (Natolien) fällt auf drei Seiten steil zum Meere ab, dasArmenische Hochland aber verflächt sich in S. zu den SandwüstenArabiens und Mesopotamiens und steht in N. und SO. mit dem Hoch-lande Kaukasiens und Persiens in Verbindung. Die Abdachung ist inNatolien nördlich, in den östlichen Provinzen südlich zum PersischenMeere, zum Theil östlich zum Kaspischen See. Die Hauptgewässersind Tigris und Eufrat, welche vereinigt unter dem Namen Schatel Arab, dem Persischen Busen zuströmen. In W. sind nur zwei

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