Band 
Zweiter Theil.
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Türkisches Reich.

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arnsch»liche, aber jenen beiden an Größe weit nachstehende Flüsse, derKisilirmak und Sakarja, die dem Schwarzen Meere zuströmen.Eiinen kleinen Theil der N. Gewässer empfängt der Kur und Aras,düe hier ihre Quellen haben. Nur zwei größere Seen finden sich: derWlan und das Todte Meer; kleinere giebt cS in größerer Zahl.Allle Provinzen, mit Ausnahme der S. Wüsten, sind von der Naturgültig bedacht und gehöre» zu den productenreichsten Asiens. Edle undumedle Metalle sind reichlich vorhanden, aber der Bergbau ist nochin der Kindheit; der Boden hat die üppigste Fruchtbarkeit, aber Anar-chüe und Despotismus hemmen die Thätigkeit und den Eifer des Land-bauers; dennoch haben viele Gegenden reichen Überfluß, während an-dere verödet liegen und nur von Nomaden als Weide benutzt werden.Allle Pflanzen S. Europas sind hier ohne Ausnahme: Öl,. Wein(swgar wild), Südfrüchte, Baumwolle, Reis, Getreide,Taback u. dergl.; in den südlicheren Strichen kommt noch die Dat-telpalme hinzu. Außer den Europäischen Hausthieren und dem be-kannten Wilde lebt hier in S. der Schakal, Löwe, Leopard, dieUnze und Hyäne, die Angvrische Ziege, das Schaf mit demFettschwanze; das Kamel ist allethalben Hausthier. Ausgeführt wer-den: Seide, Baumwolle, Kamelhaare, Galläpfel, Rosi-nen, Korinthen, Leder, Ol, Gummi, Apothekerwaaren,Alaun, Mee rscha um, S chwämme, Holz, g ew ebte Ze ug e u. a.Trotz seines Reichthums ist das Land dennoch schlecht bevölkert; dieZahl der E. aber läßt sich gar nicht bestimmen. > Türken sind diegeringere Zahl, aber hier, wie in Europa, die übermüthigen Herrscher;Griechen, die Mehrzahl auf der Halbinsel, Syrer, Armenier,Araber, auch verschiedene Nomadenvölker, als Kurden in O-, Turk-m anen in W.; außerdem Kaukasische Stämme, Juden und Zi-geuner; Europäer (Franken) nur wenige in den Handelsstädten,in deren einigen (Smyrna, Aleppo u. a.) auch Europäische Consulsangestellt sind. Ackerbau ist die Hauptnahrungsqnelle der E., nurdie Nomaden treiben ganz allein Viehzucht, aber in den Städtenist die Industrie fast blühender, als in der Europäischen Türkei undgleich der Persischen. Ausgezeichnet ist Weberei, Färberei nutzGerberei; auch Metallwaaren werden sehr gut verfertigt, jamanche Waffen besser als in Europa; Saffian, Kordua» findChagrin, Teppiche, Stickerei sind abgezeichnet. Der Händelwird durch Karawanen, aber nur zwischen den großen Städten getrie-ben; der Scehandel ist meistentheils in den Händen der Italiener (Li?vorno, Venedig, Genua), Niederländer, Engländer, Österreicher (Triest),uoch mehr der Franzosen (Marseille). Um Wissenschaften und Religionund Unterricht steht es wie im Türkischen Europa; manche Völker-schaften z. B. Kurden und andere Gebirgsbewohner sind ganz roh.Die Griechen haben zwei Patriarchen zu Jerusalem und Damask,die Armenier zwei Patriarchen zu Sis und Agthamar; außer ihnengiebt es noch andere Morgenländisch Christliche Sekten, Nestorianer,Johann iS Christen u. a., auch Römische Katholiken. DieVerfassung ist wie in Europa. Beglcrbegs und Paschas regierenBolger's Handb. 2r Theil 3te Aufl. 10