Arabien.
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flache Küstenland, welches sich mit wenigen Ausnahmen um dieganze Halbinsel zieht, und gleich dem Persischen Küstenstriche immermehr sich erweitert, so daß die Häfen nach und nach versanden. SteileGebirge umschließen den Rand deö Hochlandes, enthalten aber in ihrenbewässerten Thälern die fruchtbarsten Gegenden des Landes, da dieKüste selbst aus dürrem Sande besteht. Vulkane kennt man nicht,aber die W. Küste zeigt in mächtigen Lavaschichten und Spuren alterGrdbrände, hinlänglich die Ansbrüche früherer vulkanischer Thätigkeit.Die Araber reden auch noch von rauchenden Inseln, und alte Geschicht-bücber erwähnen wirkliche Vulkane an der W.Küste. Der ArabischeWusen oder daß Rothe Meer, 300 M. lang, bis 35 M. breit,welches in N. sich in die beiden Busen Bahr el Kolsum in W.und Bahr el Akkaba in O. theilt, ist an den Küsten voll Koral-lenriffen, Klippen, Inseln nnd Sandbänken, daher für die ArabischenSchiffer, die sich ungern weit vom Lande entfernen, höchst gefährlich.Im Alterthume reichte eS weiter gegen Norden. Meilenlange Thäler,jetzt bloßer Sumpfboden, erleichterten damals die Anlage von Kanä-len/ die den Nil mit demselben verbanden. Sein Wasserspiegel stehtzur Fluthzeit 30 F. höher als das Mittelmeer, von dem es durch eine15 M. weite Sandwüste und niedrige Felsenreihen getrennt ist. Dieetwa 5M. breite Straße Wab el Mandeb (Thor der Thränen) ver-bindet es mit dem Busen von Aden und dem Arabisch IndischenMure. Der Persische Busen oder das Grüne Meer, ist etwa130M. lang, aber über 50M. breit, nnd sein Eingang, die Straßevon Ormus, mißt 10 M. Das Klima ist der Lage der Halbinselgemäß warm, bis zu unerträglicher Hitze (35°und darüber); aber dasHochland so gemäßigt, daß dort Eis nicht unbekannt ist; überhauptweil kühlere Nächte, als man im Verhältniß zur Tageshitze erwartensollte. Während der trockenen Zeit fällt oft in 6 bis 8 Monaten keinRegen; die Regenzeit ist nach der Lage der Provinzen verschieden, inW. während des Sommers, in O. während des Winters. Nur dieN. Hälfte kennt den tödtlichen Samum, da die S. Hälfte zu vieleGebirgsketten enthält. Im Arab. Busen weht ein regelmäßiger R. undS. Monsoon (monßuhn), letzterer vom Octbr. bis März. Die Frucht-barkeit des Bodens ist ganz von der Bewässerung, oder, wo diesefehlr, von dem Eintritt der Regenzeit abhängig, die sogar die ödeWirke zur schön begrünten Flur umwandelt, so daß selbst der No-made dann einige Früchte bauen kann. Gewiß sind die Gebirge nichtarm an Mineralien, aber nur wenig Eisen, Kupfer und Blei wirdgcwcnncn; man findet mancherlei Edelsteine, Steinsalz, Sal-peter, Erdpcch, Schwefel n. a. Die fruchtbaren Gegenden sindreich anSüdfrüchten, Zuckerrohr, Taback, Indigo, Manna,Taiteln, Wein, jedoch ohne Weinbereitung, Öl, Reis, Durra(einer Art Hirse, gewöhnliches Nahrungsmittel); Handelsartikel sind:vorzüglicher Kaffee in SW., Aloe, köstliche Balsam - undGurimiarten, Weihrauch, Myrrhen (letztere scheinen aber nur,so nne das alt berühmte Arab. Gold, durch Handel aus Afrika hier-her ju kommen), Srnnesblätter und mancherlei andere Arznci-
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