Arabien.
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umd Asien, selbst Spanien, Süditalicn und die Inseln des Mittel-imecres suhlte» ihr Joch, und erst an den Ufern der Loire konnte KarlMartcllS Tapferkeit ihrem Vordringen Schranken sehen. Richt erstMuhamed, der unter ihnen auftrat, führte sie in ferne Länder; schonJahrhunderte vor ihm wanderten sie i» die ihrem Vaterlande so ahn-li-chen Wüsteneien Afrikas. Aber dieselben Romadenhorden wurden indien dazu geeigneten Ländern ein fleißiges, Ackerbau, Handwerke, Han-dle!, ja Künste und Wissenschaft liebendes Volk, dessen Literatur einstsesibst wohllhäiig auf Europa wirkte. Diese ruhmvolle Zeit ist längstverschwunden. Sehr unbedeutend ist die Industrie und selbst die gewöhn-li.chsten Handwerke werden höchst elend betrieben, aber die Seestädtetreiben blühende» Handel nach Ägypten und Indien; auch mit Persienn nd der Afrikanischen Küste, die znm Theil Arabischen Fürsten gehorcht,stehen einige Gegenden in Verkehr. Man hat in den Städten nochSchulen, die sich aber nicht über das Türkische Maaß der Wissenschaf-ten, erheben. Eine regelmäßige Sintheilung des Landes giebt es nicht,nur einzelne Distrikte mit unbestimmten Gränzen haben eigene Rainen.
1) -Zcdjas, das gebirgige Küstenland am nördlichen Theile desArab.Busens. Der Scherif von Mekka, jetzt der Pascha von Ägypten, ist dermächtigste Fürst dieser Gegend; jedoch hat der Türkische Sultan als Ralifd. h. als Nachfolger Muhamcds, eine Art Oberherrlichkeit und gewisseRechte, B. Besatzung in einigen Städten, Geleit der großen Karawanevon Damask u. a. Mekka im heil. Lande, 5M. von der Küste, schongobauct, ehemals viel blühender, 30,»00E. Die Stadt liegt in einemengen Thale zwischen i bis 500 F. hohen kahlen Hügel, in völlig baumlv-ser, »„angebaueter Gegend, die großen Wassermangel hat; daher einefreilich zum Theil verfallne Wasserleitung, welche 7 Stunden weit Wasserherbeiführt. Starke Citadelle- Nur eine Moskce, in welcher dieRaabba,ein 30F. langes Haus, prächtig im Innern geschmückt, mit dem heiligenSteine, schon lange vor Muhamed dem Hauptgcgcnstande der Verehrungder Araber, jetzt das Ziel unzähliger Pilger aus der ganzen Muhamedani-fchen Welt. Viele andere heilige Örter in und außerhalb der Stadt sind1803 bei der Eroberung durch die Wahabiten zerstört. Flucht (Hcdschra)Muhamcds, der hier geboren ist, 622. Starker Handelsverkehr, wenn dieKarawanen hier ankommen, zu welcher Zeit vor der Stadt oft20,000Kameleund 60,000 Menschen lagern.— Medinah, nördlicher, 13 M. von derKüste, 6000 E. Zweite heilige Stadt, denn hier ist Muhamcds Grab; 1804von den Wahabiten erobert. Sie liegt am Rande des Hochlandes in völ-liger Ebene, ist gut gcbauct, mit einer starken Mauer umgeben und durcheine Citadelle geschützt Auch hier ist nur cineMoskce. Wcitläustige Vorstädte. Die Umgebung besteht an drei Seiten aus Dattelpflanzungcn, Weizen- und Gerstenfeldern; gegen S. ist offene Wüste. — Taif, östlich vonMekka, hoch gelegen am Fuße einer Bergkette, die das noch höhere Bin-nenland begränzt. Berühmte Gärten mit Weinstöckcn, Feigen- und Gra-natbäumcii. — Icmbo oder Iambo, der Hafen von Medinah, 5 bis