Band 
Zweiter Theil.
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Asien.

besonders die Weiber, durch Schönheit ausgezeichnet, fleißig ii» Ackerbauwie in mancherlei Gewerben und besonders geschickte Weber, deren Arbeitso mühsam ist, daß bei den feinsten ShawIS täglich nur H Zoll gewebtwerden kann. Die Hauptstadt ist 'Lafchmir oder Scrinagur, 20v,»v0E.Die Häuser haben auf ihren platten Dächern künstliche Blumenbeete. —Die Provinz Mulran liegt am mittleren Sind, südlich vom Lande derSiks, ist an dem Ufer der Flüsse gut angebauet, in O. Sandwüstc, vonHindus, Afgaiicn und andern Völkern bewohnt. Auch hier herrschen nochverschiedene einheimische Fürsten- Die Hauptstadt Mulran am Dschcnabhat Seiden- und Vaumwvllwcbcrci. Handel mit Indien- Zwei Übergängeführen über den Sind zum Hochlande, bei Der« Ismail Lhan in N-,bei Der» Ghasi Lhan in S-— Buhawalpur am Garra oder Sutludschhat starke Seidenweberei.

Belludschiftan.

Größe — 6 bis 7,000 Q. M. Es liegt in S. von Afghanistan,erstreckt sich, wie dieses, bis über den Indus und ist größtentheils Fort-setzung des Afghanischen Hochlandes, welches hier seine S. Abdachunghat, vom Brahn Gebirge (Fortsetzung des Salomo Gebirges) inO.,wo es am höchsten ist, begränzt wird und größtentheils aus Gebirgenund einer 65 M. langen, 40 M. breiten Sandwüste besteht. Die Küsteist einige M. weit flach, mit Indischem Klima; dann erhebt sich steil dasvon W. nach O. ziehende Gebirge, durch welches man in beschwerlichenPässen zu der 5000 F. hohen Hochebene hinansteigt, die sich gegen N.bis 8000 F. hebt und in W. ebenfalls steil zu der Wüste von Sed-schestan abfällt. Das Klima ist rauh wie in Afghanistan; drückendeSommerhitze in den Sandwüsten, aber strenge Winter. Nur wenigKüstenflüffe entströmen dem Abhänge des Hochlandes; der größte sollder Dasti oder Bhudnr sein. Die Produkte sind in den fruchtba-ren Thälern und bewässerten Gegenden, wie in N. Indien und Afgha-nistan. Die E. —1,700,000, bestehen aus zwei verschiedenen Hanpt-stämmen: Bclludschen und Brahus. Die Wrlludschen sindmit den Persern und Suren verwandt, aber noch ein rohes, raubsüch-tiges Nomaden- und Halbnomadenvolk, in 48 Stämme getheilt, dieihre Fürsten, Sirdars, alle aber einen gemeinschaftlichen Chan ha-ben, dessen Macht durch jene sehr beschränkt, und der selbst wieder vondem Schah der Afghanen abhängig ist (?). Die Brahns, welche in O.,im ranhesten Theile deS Landes wohnen, scheinen Tatarischer Abkunft,sind friedliche Nomaden, in 74 Stämme getheilt, nicht so räuberischals jene, aber eben so gastfrei und dabei betriebsamer; beide sind Sun-nitische Muhamedaner. Außer diesen leben hier Hindus, Perser,Parsen u. a. Völker. Die Provinzen sind

1) Sarawan mit der Hauptstadt Lelar in einer fruchtbaren Oaseder rauhen wüsten Hochebene, 20,000 E- Residenz des Khans. — Nuschki