Band 
Zweiter Theil.
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Asien. Indien.

tcrworferi ist, theils zwar von eigenen Fürsten regiert wird, die abergrößtenthcilS von ihnen abhängig sind.

I. Englisches Gebiet — 26,000Q. M. 78 Mist. E.

Es begreift den N. und O- Theil von Hindustan, fast die ganze S-Spitze bis zum Kistna, das O- und W. Küstenland und,große Gebiete imNW.Innern. Nicht die Englische Regierung, sondern die Engl.'GsrindischeHandelsgesellschaft ist Beherrscher dieser Lander, so lange ihre vvm Kornig erhaltenen Privilegien, die bis 1834 gehen, dauern- Diese OsiindischeCompagnie wurde 1600 gestiftet, 1708 erneuert. Lange hatte sie nur ein-zelne Niederlassungen an den Küsten und ihre Macht war unbedeutend.Der erste feste Punkt, der ihr eingeräumt wurde, war Madras, 1643;in Bengalen erkaufte sie 1698 einen Bezirk- Den Grund ihrer jetzigenGroße legte sie in den dauernden Kriegen, welche seit 1748 in Malabarund Hindustan wütheten, indem sie durch Lord Llivc's (klciws) nichtimmer lvbenswcrthc Politik und Tapferkeit die Franzosen fast gänzlich ver-drängte und sich mit großem Vortheile in die Streitigkeiten der IndischenFürsten mischte. Sie erhielt einen großen Theil der Besitzungen des Groß-moguls, die Provinzen Bengalen, Bahar u. a.. Noch mehr wuchs aberihre Macht durch die nach langem Kampfe endlich erfolgte Eroberung desStaates Mysore (meißur) 1799 und die glücklichen Kriege mit den Ma-rarcen seit 1803. Fast alle Indischen Fürsten sind mehr oder weniger vonihr abhängig, zum Theil bloße Statthalter der Compagnie, selbst das Berg-land Nepaul (nepal) wurde 1815 besiegt und 1818 auch die letzte Kraftder Maratken gebrochen, ja 1826 sogar ein Theil des BirmanischenGebiets in Hinterindien erobert. Das ganze mittelbare und unmittel-bare Gebiet der Engl- Compagnie in Vorderindien begreift 52,ooo (4S,ooo)Q-M- mit 123 (ii2)Mill. E- Die höchsten Behörden der Compagnie,die durch die Krone in ihren Rechten neuerdings sehr beschränkt ist, sindin London: die königl. Indische Lommission und das Lollegium derDircclorcn, welches letztere aus 24 Mitgliedern der Compagnie besteht.In Indien selbst steht ein Gcncralgouvcrneur und eine Regierung inKalkutta an der Spitze dieses Staats, der in 3 Präsidentschaften getheiltist. Die Kriegsmacht besteht aus 300,000 Mann, unter denen 22,ooo königl.Soldaten, 160,000 Mann im Dienste der Compagnie, mcistcntheils Seapoys(szipois) d. h. Eingcbvrnc, und 30,000Mann Invaliden und unregelmäßigeTruppen. Die Staatseinkünfte, ganz verschieden von dem Handelsgewinn,betragen 130 Will. Rthlr., die Staatsschuld über 200 Will. Rthlr. DieCompagnie hatte sonst das ausschließliche Privilegium zum Handel nach Ostin-dien, dieses ist 1813 aufgehoben.

tL. Präsidentschaft Ralkutta.

Sie begreift alles Englische Gebiet, am Ganges, Dschnmna und Ma-hanuddy, vom Sntludsch bis zur Mündung dieser Flüsse, — 15,000 Q M-54Mill- E- mit folgenden Provinzen:

i) Ven-