Asien. Indien.
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Adinvcr, welcher 1799 als Kind von den Engländern aus den Thron ge-sekt wurde, siamnit aus einer alten Familie, welche 1755 voni HeinerAli, einem Muhamedaner, entthront wurde. Hcider vergrößerte den Staatdurch Eroberung. Ihm folgte 1782 Dippu Sucb, ein unversöhnlicherFeind der Engländer, der 1792 gegen sie die Hälfte seines Landes, 1799bei der Eroberung seiner Hauptstadt Scringapatnam kämpfcnd sein Lebenverlor- Meissur ist die Hauptstadt, 10,000 E.— Bangalur, eine wichtigeHandels- und Fabrikstadt, 60,009 E. — Bcdnur, ehemals 100,000, jetzt12,000E. — In N- liegt die wichtige Festung Tschirreldrug.
3) Heidrabad — 4500 Q-M. loMill. E- Im Innern des nördlichenDekan am Kistnah und Godavcri, von den O-Gats durchzogen, zum Theilmit undurchdringlichen Waldungen bedeckt und Hochebene. Berühmt istdies Land unter dem veralteten Namen Golkonda durch Diamanten, wel-che auf dem 3500F. hohen NaUamalUr Gebirge an beiden Seiten desKistnah und amPennar gefunden werden. Zu Dangunpulli sind dieHaupt-grubcn. Der Raja nennt sich Nizam oder Subuh, d. h. Statthalter,von Dekan, weil ein Vorfahr desselben dies Land nur als Statthalter desGroßmoguls besaß, sich aber 1717 unabhängig machte. Er besitzt Distriktein folgenden Provinzen: ») Hcidrabad in O- zwischen Kistnah und Gvda-Leri. Hcidrabad, 120,000 (200,000) E- Hauptstadt. Wichtiger Diaman-tenhandcl- Golkonda, ehemalige Residenz, Bergschlvß. — 5) Bider,westlich vvm vorigen mit der Hauptst. gl, N. — c) Aurungabad, nord-westlich von, vorigen, Hauptst- gl.N., zum Theil in Trümmern, 60,ooo E-,mit vielen Fabriken. Pallast des Nizam.— Daularabad, unter der Mon-golischen Herrschaft groß und blühend, jetzt nur durch das merkwürdigeCastclk ausgezeichnet, welches auf einem 350 F. hohen, von einem 30F.breiten Wassergraben und 90F. hohen steilen Wänden umgebenen Felsenliegt, ganz durch Kunsn bchauen und oben einer Muschclschaale gleich aus-gehöhlt- Ein langes durch Felsen gehauenes 12 F. hohes Gewölbe ist dereinzige Zugang. Merkwürdiger aber noch sind die Felsengrvttcn des Dor-fes Lllure, die durch die auf sie verwendete Kunst und Riesenarbeit alleübrigen in Indien übertreffen. Es sind derselben 28, deren größte 240 F.lang, 140F. breit ist. Einige haben 3 Stockwerke; in einer ist eine 100F.hohe Pagode. Unzählige Säulen, Cvlossc und Basreliefs, ganze Geschichtendarstellend, sind aus dem festen Granit des Berges gehauen.— «HBcdscha-pur südlich vvm vorigen mit der Hauptst. Sidschuiinczur. — e) Bcrar,die nördlichste Provinz mit der Stadt rLUirschpur und dem wichtigen Ge-birgspässe Adschunra, in dessen Nähe auch zahlreiche Felscntenipel mit merk-würdigen uralten Malereien-
4) Nagpur — 3300Q-M. 3Milk-E-, in der Provinz Gundwniia;hohes Gebirgsland zum Theil völlige Wildniß, die von den räuberischenSoands bewohnt ist. Die Hauptst. istNagpur.— Die Festung Tschanda.
5) In der Provinz Allahabnd verschiedene Fürstcnthümer, 900Q-M-