201
Vorderindien. Englisches Gebiet.
der Gats, welche hier die 1000F. hohen Wasserfalle von Garsipa enthal-ten, liegt der fruchtbare Distrikt Darwar in S. des Kistnah.
6) Arungsbad. In den Gats dieser Gegend wohnen Rulis und Ra-nars, die vor der Zeit der Englischen Herrschaft die Gegend unsicher machten,pima in einer 2000F. hohen Ebene in O- der Gats, in einem Mango-walde, den der letzte Peschwa anpflanzen ließ, am Bima, 100,000 E-, ehe-mals Residenz des peschwa der Maratten mit dessen großem Pallaste.—Amcdnagur, große Stadt tiefer im Innern. — Loghur, wichtige Felsen-festung, in deren Nahe die berühmten Höhlentempcl vvnRarli. — Bassin,ehemals große Portugiesische Stadt aus der Küste Ronkan, jetzt unbewohnt,voll neuerer Ruinen-
7) Lhandesch in N. der vorigen Provinz mit der Stadt Tschandur.
II. Vasallenstaaten der Engländer*) — 24,500Q.M. 34Mill. E.
1) Travankur — 360 Q-M- i Mill. E- An der SW. Spitze derHalbinsel. Ein Gebirge, getrennt von den Gats, nimmt das ganze Landein- Im Innern wohnen 70,000 sogenannte Syrische oder ThomasLhristen, die seit den ersten Zeiten der Christi. Kirche hier lebten und einesehr einfache Lehre bewahrten, von der Portugies. Inquisition aber infrüherer Zeit viel erdulden mußten; sie haben 55 Kirchen- Ihr Hauptortheißt Ranniel; der Sitz ihres Erzbischofs ist Randenad. In der Kathe-drale von Angamali, dem ehemaligen Sitze der Erzbischöfe, sind die Grä-ber aller ihrer Bischöfe und Erzbischöfe. Ihre alte Bibliothek und dieArchive ließ die Portugiesische Inquisition verbrennen. In Rotim einSeminar für Syrische Christen, von Missivnairö gestiftet. Außer ihnenwohnen in den Provinzen dieser Gegend über 100,000 Römische Racholi-ken, deren Bischöfe in Lorschin und Vcrapoli bei Kranganur wohnen;auch die Zahl der Protestanten vergrößert sich schnell. Hauptstadt Travan-kur, erste Residenz des Radscha.— Trivanderam Hauptstadt, zweite Re-sidenz.— Porka und Andschengo, Seehäfen und Handelsstädte.— G.ui-lon, 40,000 E-
2) Lochin (kvtschin) — 80Q-M. 280,000E- Ein Theil der südlichenKüste Malabar, bis 1824 unter Holländischer Hoheit. Die Residenz istTripontary.
3) Meissur — 1270 Q-M- 3 Will. E. Ein gegen 4000 §. sich erhe-bendes Hochland, an der O. Seite der W- Gats, in welchem fast alle öst-lichen Flüsse des S. Dekan entspringen. Das Klima ist sehr mild, dieGegend eine der schönsten und fruchtbarsten, aber auch waldreichsten In-diens. Der jetzige Radscha, Maharadscha (d. h. Großfürst) Rrischna
') Wir führen hier nur die Staaten von einiger Bedeutung an, denn außerden hier genannten giebt es noch eine Menge kleiner Fürsten, dieaber gar kein politisches Ansehn haben, sondern eigentlich Unterthanen derEngl. Compagnie sind-