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Asien. Indien.
des Marattcnstaatcs unter 2 RadschaS, Holkar, dessen Hauptstadt Indurist, und einem andern, der in Bopal wohnt.
14) In der Provinz Gudscherar, wo der sehr unruhige räuberischeStamm der Dulis wohnt, ist der Staat des Guikowar unter vielen klei-neren (Lunawarra, Godra, Barreah u. a.) der mächtigste — 830 Q-M.2Mill-E. Die Hauptst. Baroda hat 100,000E.— Lambai am Busengl.N. ist wichtig durch Handel, der aber wegen Versandung des Hasensschon sehr gesunken ist; 30,000E-— Ahmsdabad, eine sehr wichtige Fa-brikstadt, liegt zum Theil zerstört, hat aber noch 150,OOOL-- pirland,15,000E- Festung.
15) Adschmiv, nördlich vom vorigen, in O. an Delhi und Malwagränzend — 6200Q-M-, in SO-gebirgig und sruchtbar, in W. Sandwüsteund wenig bekannt, von 3HDrill. Dschars undNadsch- vdcrRasbutten, sehrkriegerischen Hindustämmen, bewohnt. Die Barriev sind ein bloßes Räuber-volk; auch die Mhairs lebten sonst nur von Straßenraub, sind aber, wiedie Dihls, von den Engländern unterworfen und dienen als leichte Trup-pen im Heere- Merkwürdig ist ein eigner Menschenschlag dieser Provinz,die Brinjarries, die sich einzig und allein mit dem Transporte des Ge-treides beschäftigen und stets mit Weib und Kind auf der Wanderung sind.Acht Radschas haben hier, zum Theil sehr ansehnliche Gebiete- ») Bhar-nir, in N-, mit der Stadt gl N.— b) Bikanir, in W-, so wie <-)Dschcs-selmir.— ä) Dschudpur, inS-, alle mit den Städten gl- N.— e) Adschmir,in O-, mit der Stadt gl. N.; Taraghur, starke Vcrgfestung; Nussirabad,Englische Militai^station; Pokur, alsWallfahrtsort und durch seine Wein-trauben berühmt. — k) Dscheipur, in O-, mit der Stadt gl. N-, 60,000S,sehr regelmäßig gebauct. Die chemaligc.Hauptstadt Umir besteht fast ganzaus Tempeln-— x) Lorah, in S-, mit der Stadt gl.N. am Tschum-bul-— U) Udcpur, in S., mit der Stadt gl.N. am BanaS. Tschircur,mit starker Bergfestung und großen Tempeln.
III. Unabhängige Indische Staalen.
4) Der Staat der Maratten — 1900Q.M. 4 Mill. E.,in der Provinz Malwa und Agra, zwischen dem Tschnmbull, demWindhia Gebirge, dem Nerbudda und Tapti. In W. ebenerals in O. Die Maratten sind ein höchst kriegerischer Hindustamm, dernie von dem Großmogul unterworfen wurde. Einer ihrer kühnen An-führer, Sewadschi, stiftete in der letzten Hälfte des XVII. Jahrh,einen besondern Staat, der sich späterhin sehr vergrößerte und einenUmfang von 28,000 Q. M. hatte. Die Familie des Stifters wurdeaber ums Jahr 1740 entthront, die Minister und Statthalter nahmenjeder Theile des Staats zu sich und eS entstand ein Bundesstaat, derbald allen Nachbarn gefährlich wurde und mit den Engländern hef-tige Kriege führte, die mit der Unterjochung fast aller Marattenstaatenendigten. Der sogenannte Pehschwa, d. h. Minister, welcher inPuna regierte, wurde 1818 ganz abgesetzt und der Radscha von Rag-pur völlig unterworfen; nur der Radscha Daulet Rao Scindia