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Zweiter Theil.
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Borderindien. Englische Besitzungen. 205

(-ss 1827) blieb mit sehr verkleinertem Gebiete unabhängig. Derjechige Radscha Dschankodschi Scindia regiert seit 1827.

In Malwa ist die altcHaupt- undRcstdcnzstadt Udfchehn (23° li^N.)ann Tschumbull, 150,000 E. Berühmte Sternwarte, deren Meridian dieHiindus als den ersten annehmen.— Ser-ong an einem Nebenfluß desV>etwa. — Bhilzn am Votwa; berühmter Taback. — In Agra liegt dieumübcrwindlicheVergfestungSrv«lior(26° 15^ N), an deren Fuße die Stadtm it 30,ooo L-, jetzige Residenz des Radscha.—Sohud Residenz eines eigenenRadscha.— In lkhandesch liegt Burhampur amTapti, groß und volkreich.

2) Staat der Siks — 3300Q.. M. 4Mill.E. Er begreiftdie Provinz Lahur zwischen Delhi und dem oberen Indus mit bes-sern 5 Hauptnebenflüssen in O. Behüt, Dschinab, Rawi, Bed-scha und Sutlndsch. Die R. Hälfte heißt Kohistan d. h. Berg-land, der S. Pnnd schab d. h. Land der 5 Flusse, fruchtbar undeben. Die E. sind Siks, Rasbutten, Dschaten, Afghanen, Mongolenu. a. Stämme. Die Siks bilden eine Hindusekte mit eigener Reli-gion und nur 2 Kasten. Der Stifter ihrer Religion, eines reinerenDeismus, Ranak, geb. 1469, war auch Gründer des Staates, derfeit 1708 aus verschiedenen unabhängigen Provinzen besteht, derenHäuptlinge, Sirdars, die ein gemeinschaftliches Oberhaupt anerkennen,durch einen Bundestag vereinigt sind, auf welchem sie sich berathen.Die Häuptlinge des südlichen Theils stehen jetzt meistentheis unterEnglischem Schutze. Der nördliche Theil des Gebiets wird von demOberhaupte Kurruk Singh, dessen Vater Rnndschit Singh (P1827)Afganische -Provinzen eroberte, beherrscht. Außer den Siks wohnen hierDschats, Belludschcn, Rasbutten u. a. Stämme.

Amvetssr zwischen Bedscha und Rawi ist der Sitz des Bundestages(Suru M.rru) und enthält einen Tempel, der das Nationalheiligthumder Siks ist und von den Priestern, Alkalis (Unsterblichen), die großenEinfluß auf die Berathungen ausüben, bewahrt werd. Die Stadt ist großund treibt vorzüglich Handel mitTibet und Kaschmir-— Aahur am Rawi,100,000 E- Einst Residenz der Großmoguls, deren Pallästc in Trümmernliegen, noch jetzt Sitz des Oberhaupts der Siks- — Im Gebirge liegentturpur, Dschambu und Langra, letzteres ein Wallfahrtsort.

3) Sin dhi oder Sind e. DiescrStaat liegt am unteren Sindzwischen Welludschistan, dem Meere, dem Englischen Klitsch und derWüste. Er besteht aus völliger Ebene und gehört zum Theil selbstder NW. Wüste Sind an; nur der Sind verbreitet auf seinenUferländern und Inseln Fruchtbarkeit, bildet aber auch Sümpfe vonbedeutender Ausdehnung. Berühmt ist die Kamelzucht dieses Landes.Sindhi gehörte zum Reiche des Großmoguls, kam nach dessen Sturzeunter Persische Herrschaft und wurde darauf cineProvinz Kabulistans. Seit1754 stand es unter erblichen Wicekönigen; aber gegen das Ende desvorigen Jahrh, bemächtigte sich ein Belludschcn Häuptling der Regie-rung und dessen 4 Söhne regierten gemeinschaftlich. Jetzt ist nurnoch einer derselben, Amir (Emir) Murad Ali, am Leben, der als