Band 
Zweiter Theil.
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Bvrderindien. Gurvp. Besitzungen.

2) Der Portugiesen. Diese haben die ältesten und früherhin sehr be-deutende Gebiete/ von denen ihnen aber nur die kleine Insel Di» an derSpitze der Halbinsel Gudschcrat/ die Stadt Daman zwischen Surate undBombay und südlich von Vvmbay (15" N.) die Stadt Goa mit 4000 E.(Sitz eines kathol. Erzbischvss über Indien und China; stark befestigt),ferner daselbst Villa Nova, 20,000 E. (Sitz des Gouverneurs, lebhafterSechandel), im Ganzen — 33 Q.M. 90,oooL-, übrig geblieben sind.

3) Der Franzosen. Sie besitzen pondichcry auf der Küste Koro-mandcl, schön gebauctc Stadt mit 25,000 E. und starkem Handelsverkehr,Larieal an der Mündung des Caveri, Hafen mit 15,000 E. — Ulahe,Hafen auf Malabar mit 6000 E. Tschaiidcriiagnr in Bengalen am Hugli,mit 40,oooE- (letztere unter Englischer Hoheit), im Ganzen — 20O.. M-200M0E. EineFranzvsischeOstind.Cvmpagnie ward 1664 errichtet, endeteaber 1769, und eine neue 1785 gestiftete Gesellschaft wurde schon 1791wieder aufgehoben.

4) Der Dänen. Sie besitzen nur die Stadt Trankebar mit Gebiet(lir Q.M.) am Caveri mit 20,000 E. Besonders berühmt durch die großeMisst onsanstalt, (die älteste in Indien, 1706 von einem Deutschen gestif-tet), Druckerei und gelehrte Gesellschaft. Die Stadt hat eine kathol., eineschon 1707 erbauete protestantische Kirche; 1 Moskcc und mehre Pagoden.Außerdem gehört ihnen Scrampur bei Kalkutta am Hugli, mit einergroßen Vibeldruckcrci.

V. Inseln.

1) Ccilon (Selan) — 1225 Q. M. 1 Will. E. Die Palks-straße, welche die Insel von der SO. Küste Dekans trennt, ist 15 bis20 M. breit. In Süden Cap Dondra. Die Küsten sind eben, daöInnere besteht aus Gebirge», deren höchster Gipfel, der Adamsberg— 6400 F., den E. besonders heilig und Ziel ihrer Wallfahrte» ist.Das Klima ist im Innern ungesund. Der Boden ist sehr fruchtbarund reich an Producten (merkwürdig ist unter andern eine Pflanze,die nur durch die Luft ernährt, wird und springende, höchst lästige Blut-egel), aber ausländische Pflanzen lassen sich schwer acclimatisiren. Bä-ren, Leoparden, Hiäncn und Wild giebt es viel. Unter den vielenErzeugnissen zeichnen sich besonders die in Menge sich findenden Edel-steine aller Art, Elefanten, Perlenm u scheln und der echteZinrmt, welcher hier allein vorkommt, aber auch fast der einzigeGegenstand der AnSfuhr ist, aus. Die E. sind außer Hindus,Mclaien, Araber und Chinesen, die eigentlichen Singalesen,Malaiischen Stammes, den Hindus an Bildung, aber nicht an Jndu-strii und Thätigkeit gleich. Ihrer Religion nach sind sie Verehrer desBuddha, dessen Lehre von hier aus ging. Die Waddas oder Be-bak sind ein völlig wildes im südlichen Innern meistentheils vonJaed und Früchten lebendes Volk, ohne allen Verkehr mit den übri-gen E. Sehr wirksam ist hier seit einigen Jahren die ThätigkeitChristlicher Missionairs, die zahlreiche Schulen und Gemeinde» gestif-