Band 
Zweiter Theil.
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Asien. Indien.

ohne Kanonen. Sitz des Statthalters. Die Umgegend ist von vielenKanälen durchschnitten. — Im Innern wohnen Völkerschaften, die anSprache und Sitten von den Küstcnbcwohnern verschieden sind z. B. dieTschampas oder Loi in O. des Mckhong bis zur Küste, die vor nochnicht in» Jahren besiegt wurden und nur durch zahlreiche Festungen inUnterwürfigkeit erhalten werden können, und die Moie tiefer in N. Diezahlreichen Inseln, welche die Küste des Reiches Annam umschließen, ge-hören bis etwa 13° N. zu demselben, nämlich Fukok, reich an Agilahvlz,pandschang, Ubi, Londore, Sapara u. a. meistcnthcils unbedeutende.

6) Malakka-2700 Q. M. Eine 180 M. lange Halbinsel. In derMitte hohes Gebirge, dessen Gipfel sich unter 6° N. 6000 F. erheben,fruchtbare flache, fluß- und sumpfrciche, daher ungesunde Küste voll un-durchdringlicher Waldung, in welchem Elefanten, Nashörner, Tiger, aucheine Art Tapir Hausen; sehr milde Luft. Die E- sind Siamescn undMalaien, letztere ein kühnes, Handel, Krieg, und Sccraubcrei treibendesVolk, Muhamcdanischcn Glaubens, der Schifffahrt sehr kundig und daherdem Handel höchst gefährlich; zum Theil leben sie in S. unter dem Na-men Benuas und Jaksngs als ein völlig rohes Jägcrvvlk. Diese Ma-laien und die nördlicher wohnenden rohen negcrarrigen Samangs sindwahrscheinlich Urbewohncr des Landes. Nur an den Küsten find meistunbedeutende Städte, in denen sich auch zahlreiche Chinesen aufhalten,übrigens ist allcthalbcn noch Wildniß; jedoch giebt es einige Straßen, wel-che die beiden Küsten verbinden. Ein Theil der Westküste ist EnglischesGebiet; vcrgl. S. 191 Der größte Theil gehört zu Siam, dessen Gränze ander Westküste bis etwa 5", in O. bis 7° N. reicht. Die SiamischenStädte der W. Küste sind pakrschan, die nördlichste, 11° N., Pungaund Lungu, die südlichste, 7°N.; dann folgt noch der abhängige StaatG.uida. Aus der Osiscite sind die Siamischen Städte Pripri, Lwi,Muangmai, Tschampo», Tschaija, Ligsr (5NÜNE.), Talnng, Sungoraund Tana. Zum Siamischen Gebiete gehören an der Westküste die In-seln Salang oder Junk Teils», Trurao oder Trorro und<8M. lang); an der Ostküste Tancalem. — Der südliche Theil Malakkasist unter verschiedene einheimische Fürsten vertheilt: in W- der Staatperak und Salangu.r; in O. Parani, Dalanran, Tringanu, (alle dreivon Siam abhängig), pahang, Llinran; an der S. Spitze Dschohor.Gold und Zinn sind Hauptproducte fast aller dieser Gebiete.

6. Hintcrindische Inseln.

Sie umgeben ganz Hinterindien und verbinden dasselbe mitAustralien. Alle gehören der tropischen Gegend an (von 11° S. Br. bis19° N. Br.) und sind besonders durch ihre Gewürze, Edelsteineund Metalle für den Europäischen Handel wichtig, daher legten hierschon vor 300 Jahren Portugiesen und Spanier Colonien anund bemächtigten sich vieler Inseln. Erstere sind seit der Mitte des