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Hinterindlen. Inseln. Sunda.
Susunans mit der Stadt Surakarta im Innern, 100,000 E., und desSultans mit der Stadt Dschokdschokarra, südwestlich von der vorigen,ioo,oooE. Letzterer ein hartnäckiger Feind dcrNicderländcr, der sie oft mitGlück bekämpft hat. — Merkwürdig sind im Innern die zahllosen Trüm-mer großer Tempel und Palläste aus sehr alter Zeit, Beweise einer höhe-ren Cultur der damaligen E. Besonders merkwürdig sind darunter dieRuinen von Dieng oder Prahu, eine Hochebene, auf welcher 2g An-höhen mit Resten von Tempeln, Bildern u. dergl. bedeckt sind und zu dereine Treppe von mehr als 1000 Stufen hinanführt. Außer vier vollstän-digen Tempeln, will man Spuren von 4»o ähnlichen Gebäuden gefundenhaben- — An der N. Küste liegt die 20 M. lange Insel Madura mit mehrals 200,000 E., zum Theil unter zwei von den Niederländern abhängigenFürsten.— Stadt pamakassan.
v) Bornes — ggooQ.M. nördlich von Java, zwischen »z°S. und7°N., ein Land, von dem wir kaum die Küsten, noch weniger das In-nere kennen. Nur an der W. Seite ist man in neuern Zeiten etwas tie-fer eingedrungen, aber auch die Nachrichten, welche wir von diesem Theilehaben, sind sehr mangelhaft. Das Innere soll keine Gebirge enthalten;der W. Theil wenigstens ist bis tief ins Innere hinein sehr eben und dieKüste rückt noch immer vor. Dort ist ein See Danao Malajü, 18 M.lang, der Boden sehr fruchtbar. Ansehnliche Flüsse, z. B. der Sambas,ponrianak, münden an der W. und S. Küste, aber die Schifffahrt der-selben wird durch Wasserfalle unterbrochen. Von den Erzeugnissen wissenwir, daßBorneo Diamanten, Gold (welches aus dem Sande durch Waschengewonnen wird) und Eisen in Menge liefert (der Diamantcndistrikt vonLandak (in W.) ist im Gebiet der Niederländer), daß es die großen IndischenThiere Nashorn, Elefant, Bar (die östlichste Insel für diese Thierarten)enthält, daß Salanganen, perlen, Schildkröten, Ambra, Damfer,Drackenblut, Sago, Pfeffer, Larbchölzer undSchiffsbauholz, wachsund Bezoarsteine Hauptprodutte sind und daß hier der wahre Orangu-tang lebt. Die E. sind theils negcrartige Papu's, theils Malaien. Allescheinen sehr roh zu sein. Ein ansehnlichcsVolk sind die sehr kriegerischenDajak; oder Biadjos in W-, welche unter sehr vielen kleinen Muhame-danischen, zum Theil von den Niederländern abhängigen Fürsten stehen; siesind aigeSecräuber, zum Theil wahre Kannibalen, die förmlich aufMcn,schcnnurd ausgehen. Groß ist die Zahl der Lhinescn, welche sowohl imInnere als an der Küste wohnen, volkreiche Städte bewohnen und Berg,bau, Ackerbau, Zuckcrbcrcitung und Handwerke treiben; auch Araber fin-den sici. Die einzigen Europäer, welche hier Niederlassungen haben, sinddie Niiderländcr. Ihnen gehört Banjcrmassin und der Hafen Tiebonjein S. An der Westküste, wo ihre Hauptstadt ponrianak an der Mündungzweier zrvßcn Flüsse ist, haben sie seit 1823 verschiedene cinheimischcFür-stenthüncr,Manran, Sambas, Sandak, Sincang u. a. sich unterworfen undangcblih ein großes Gebiet erworben; auch Sukkadana gehört ihnen. AnWolgw's Handb. 2r Lhl. 3te Aufl. 15