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Asien. Indien.
an-ere Inseln sonst besaß, wurde 1602 gestiftet, stand lange in hohemHlvrc, verfiel aber hernach und ward 1799 ganz aufgehoben. Das Nieder-. ländliche Gebiet ist in 15 Residcntschaften vertheilt. Die Hauptstadt istBatavia an der Nordküste, einst hvchberühmt als Mittelpunkt der ganzenNiederländischen Macht in Indien, mit 160,000 E., aber auch berüchtigtdurch die höchst ungesunde Luft, welche theils durch die morastige Sceküste,theils durch Kanäle und Gräben, welche die Stadt durchschnitten, verur-sacht wurde. Jetzt ist der größte Theil der Stadt verlassen und verödet;dieHäuser sind theils niedergerissen, theils halbverfallen, meistcnthcils nurzu Magazinen benutzt, oder von Chinesen, Portugiesischen Mulatten undEingebornc^ bewohnt. Die Zahl dcrE. war schon 1824 auf 53,00», unterdenen 3000 Europäer, I4,ooo Chinesen und 12,000 Negersklaven, hcrab-gcsunken, die sich jetzt meistcnthcils in der gesunderen höheren Gegendweiter im Innern angebauet haben. Die Rhede der Stadt ist groß, aberin der stürmischen Regenzeit (Kwade Muson) nicht sicher und höchst un-gesund; zahlreiche Inseln schützen sie; darunter Onrust, wo das Haupt-arsenal, Magazine und Zuchthäuser sind. Wichtig ist der Handel. In derNähe ist Nyswyk, mit d"M prächtigen Pallastc des Gcncralgouvcrneursund der Regierung über alle Niederländisch Indische Gebiete (7 Gouverne-ments Batavia, Sumarra, Amboina, Banda, Ternare, Makassarund Timor — 4000Q. M. 5Mill. E.), Molenvliek, Noordwyk, Ivelre-vredcn mit den Militaircaserncn, u. a. Örter, auf welche eigentlich, be-sonders auf letzteren, wo auch ein königliches Schloß und das Schauspiel-haus ist, die alte Stadt Batavia jetzt vertheilt ist. Zehn M. südlich vonBatavia in einer sehr reizenden Gegend liegt Buirenzorg (bcutcnsvrg)am Fuße der Blauen Berge, unter denen der 8000F. hohe pangerango.— Westlich von Batavia ist Bantam, schmutziger Ort mit schlechtem Ha-fen, zcrfallncm Fort und einem alten Pallaste des 1808 abgesetzten Sul-tans, in ungesunder Gegend. — Die wichtigsten Niederländischen Städte lie-gen an der Nvrdküste: Dscheribon, 10,000 E., in dessen Nähe das großeGrabmal des ersten Verbreiters des Islam auf Java und daher sehr heiliggehalten. Im Dorfe Dschidscherobak Zuckcrbcrcitung aus der Frucht desArcngabaumes; in der Nähe der 8000 F. hohe Vulkan Dscherimai. —Samarang, 30,oooE-, eine der schönsicnStädte mit gutem Ankerplätze.—Surabaya. 80,oooE., der beste Hafen der Insel, große Schiffswerfte,Schute für Sccvfficierc.— An der Ostspitzc der Insel, durch hohe Gebirgevon den übrigen Theilen getrennt liegt die Provinz Bandschuwangie, sehrungesund und menschenleer, aber berühmt durch Kaffee, der für den be-sten gehalten wird. Perlfischerci. Merkwürdig ist der Sungipnri Fluß,dessen weißliches gesundes Wasser von Zeit zu Zeit plötzlich dunkelgrün,sauer und für Thiere und Pflanzen tödtlich wird.— In SO- von Bataviaan der Südküste ist das preangcr Land, sehr gebirgig, reich an Kaffee,mit dem Hauptorte Dschandschor.— In NW. die Stadt Strang.— ImSO. Theile Javas liegen die Gebiete zweier einheimischen Fürsten, des
Susu-