Hinterindien. Inseln. Molukken. Kiling. Sunda. 229
meisten aber klein und unbewohnt sind. Sie sind zum Theil den fürch-terlichsten Verwüstungen der Vulkane, Orkane und Erdbeben ausgesetzt,haben Regenzeit in unserm Sommer, sind fruchtbar, aber für Europäernicht gesund. Produkte sind auch hier in voller Indischer Herrlichkeit,aber wenig benutzt. Dic E. sind theils negerarrige Wilde im Innern lebend,nur hin und wieder in kleincStaaten gesammelt, theils Malaien, gebilde-ter als jene, mit Ackerbau, Handwerken, Handel bekannt, sind aber von zu-rückstoßendem Charakter und treiben Sccraub. Lhinescn halten sich hierebenfalls, durch den Handel gelockt, auf. Die Spanier, welche schon aufMagelhacn's berühmter Fahrt 1521 diese Inseln entdeckten, halten sich fürHerren derselben; in der That aber beherrschen sie nur die Küsten undTheile einzelner Inseln, die größtcnthcils noch ganz unbekannt sind. DieInsel Luzon,etwa 9»M. lang und 3oM. breit, ist die wichtigsteVcsitzungder Spanier mit mehr als ilMill.E., ohne die im Innern unabhängiglebenden Stämme. Baumwolle, Reis, Sago, Zucker, Laffee, wachs,Ebenholz, Indigo, Waschgold und perln«,irrer sind die Handelsgcgcn-stände; aber nur Zucker und Indigo werden nach Europa, IndianischeSchwalbennester und Tripang nach China in besonderer Menge ausgeführt.Kaffee von der vorzüglichsten Güte, Kakao, Baumwolle aus Bäumen undSträuchern wächst hier wild, Sago- und Zimmtbäume in großer Mengestehen unbenutzt da, und alle Gewürze der Molukken finden sich hier; außer-dem Perlen, Ambra, Cochenille, Gold, Silber u. a. Metalle, aber allesdies unbenutzt. Hauptstadt ist Manila an der W- Küste, schon gebauctmit wcitläuftigcn Vorstädten, 110,000 E., unter denen 6000 Chinesen.Sitz des GcncralcapitainS, eines Erzbischvss und einer Universität. Einansehnlicher Fluß theilt Manila in die kleinere aber schönere Kricgsstadt,wo das wvhlbefestigte Fort und der Pallast dcsGcncraicapitains liegt, unddie größere Handelsstadt. Die Häuser sind von bchaucncn Steinen auf.geführt und die breiten Straßen schön gepflastert; eine herrliche Brückeverbindet beide Stadttheile. Der Hafen ist bei Lavire, lebhaft durchHandel, der jetzt allen Nationen frei gegeben ist, und Schiffbau. — Taga.bas, Stadt an der S. Küste. Der Ausbruch eines Vulkans verwüstete1810 fünf Städte.— Die südlichste Insel ist Magindanao über 1000,nach Anderen über 2000 O.. M. groß. Unter dcn Prvductcn findet sich hierauch der Muskat- und Gewürznägleinbaum. Besonders berüchtigt sinddie hiesigen Malaien durch Sccraub, der mit der größten Grausamkeitgetrieben wird. Nur die Küste mit der Stadt Sainbuangain ist W- istSpanisch; in S. liegt die Stadt Magindanao, Residenz eines SultansZwischen Manila und Magindanao liegen die eben so unbekannten InselnMindoro, panai, Ncgros und Zebu, welche auch die Bissajer Inselngenannt werden, und östlich davon Sainar, Lcyre u. a. Unbedeutendund sehr unbekannt sind die in N. von Manila liegenden Eilande, dieBaschi- und Babujancn Insel».