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Asien. Indien.
Japan. "
Große ^ Ist bis 12,000 Q.M. Ein Inselstaat an der OstküsteAsiens, dem Amurlande und Korea zunächst gelegen, etwa zwischen 30und 47° N. Br. Der Boden ist allcthalbcn gebirgig und sehr vulka-nisch , so daß Erdbeben etwas Gewöhnliches sind. Die Berge reichenzum Theil über die Schneclinie hinaus; das Klima ist zwar im Som-mer sehr warm, aber die Winter sind schon ziemlich strenge. In dennahen Meeren, in denen sich merkwürdige Strudel finden, wüthen oftschreckliche Stürme (der Typhon). Die Producte sind den Chine-sischen gleich, obgleich der Boden nicht sehr fruchtbar ist. Thee, RciS,Baumwolle sind vor allen wichtig und der hiesige Kamfcr sehrgeschätzt, Firniß- und Pa p i erm a «lb eerbäu m e von großemNutze». Won Hansthieren bat man nur Pferde und Rinder, an-dere wenig, Kamele und Esel gar nicht. Gold wird viel gewonnen,das hiesige Kupfer ist als das beste bekannte ein wichtiger Handels-artikel; andere Metalle, Salz, Porzelane rdc, EdelsteineU. a. Mineralien finden sich ebenfalls. DasMeer ist hier reich anWall-fischcn, und zahlreiche Europäische Schiffe betreiben jetzt den Fang der-derselbcn, obgleich kcins derselben landen darf. Die E. sind Mongo-lischer Abkunft und scheinen den Koreanern und Ainos am nächstenverwandt zu sein, aber von China aus ihre Bildung erhalten zu ha-ben. Sie stehen in Hinsicht auf Bildung, Kunstfleiß und Wissenschaftwahrscheinlich unter allen Asiaten mit den Chinesen am höchsten, wohlgar über ihnen, ja in manchen Handwerken sind sie unübertrefflich.Ihre Metall-, Seiden- und B au m w o ll e n w a ar e n, Por-zellan, Glas, Papier, Firnisse, Tischler- und Drechsler-arbeiten sind ausgezeichnet. Künste werden sehr geliebt, bedeutenaber nicht viel. Die älteste Religion der Japaner ist die Verehrungdes Ssinto (Abkömmling der Sonne, Ahnherr der alten Künigs-familie und Stifter des Staates); dazu ist späterhin von Korea ausBuddhismus (Budsto) gekommen, der in 8 vom Staate aner-kannten Sekten gleichsam die Landcsreligion bildet. Auch die Philo-sophie des Chinesischen Kongfutse hat viele Anhänger (die SekteSsjutoi. Tempel, Priester, Feste und Wallfahrten sind in Menge.Das Christenthum, welches im XVH. Jahrh, hier viele Anhängerhatte, ist durch fürchterliche Verfolgungen ganz ausgerottet und beiTodesstrafe verboten. In Hinsicht des Charakters verdient der Japa-ner den Vorzug vor dem Chinesen. Er ist nicht so feig, hochmüthig,listig und betrügerisch als jener, dagegen eben so reinlich und fleißig,freilich auch abergläubisch; besonders groß ist seine Wißbegierde, lln-terrichtsanstaltcn sind in Menge vorhanden, und Lese- und Schreib-knnst allgemeiner vcrbereitet, als selbst in Deutschland. Die Beschäf-tigung der E., die in 8 ziemlich streng geschiedene Klassen getheiltsind, geht auf alle Theile menschlicher Thätigkeit und in allen zeigtder Japaner Verstand und emsigen Fleiß, besonders wird der Gebirgß-bodcn aufs sorgfältigste und kunstreichste zu Ackerbau benutzt, der auchhier, wie in China, in höherem Anschu steht, als Wiezucht. Die Be-