Nubien.
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Ciuiger in S. noch 4000 F. hoch) zwischen dcm Berglande Habesch unddem Tieflande Ägypten, welches sich von seiner SW. Spitze angerechnet(denn die SO. Gränze zieht sich l'iö fast 16° N.) von 12 bis fast24° N. — 180 M. in gerader Richtung von R. nach S. erstrecktDie O. Gränze ist der Arabische Bnsen, in SW. Dar Für, weiter ge-gen N. die Sahara. Der Boden ist sehr verschieden von dem in Ha-besch. Hier ist kein Hochgebirge, wohl aber ziehen einzelne Bergkettenbesonders zwischen dem Nil und Arab. Busen, wie es scheint meisten-theilS in nördlicher Richtung durchs Land und der Nil selbst fließt ineinem bisweilen 2 Stunden breiten Thale, welches von felsigen Hügel-ketten (von 18° an gegen R. Granit, südlicher Sandstein) eingeschlos-sen wird. Zwischen diese» Gebirgen, die in S. bis 15° als Borbcrgedes waldreichen Habesch noch wenigstens mit Gebüsch bedeckt sind, vonda an gegen N. aber völlig kahl werden, ziehe» sich wasserlose Sand-wilsten hin, unter denen besonders die große Strecke zwischen den bei-den Krümmungen des Nils, ganz der eigentlichen Sahara gleich, zubemerken ist. Der westliche größte Theil ist 80 M. lang, 60 bis 70 M.breit, nur von einzelnen Thälern (Wadis) mit kleinen Bächen unter-brochen, deren Wasser, wie das der gegrabenen Brunnen, gewöhnlichsalzig ist. Die Gegenden nach dem Arabischen Busen zu sind besondersfelsig, aber ohne bedeutende Berggipfel. Wenig Stellen sind in derWüste und den Gebirgen, wo hinlänglich Fruchtbarkeit ist, um den Bo-den mit Pflanzen zu bedecken, aber sehr fruchtbar ist daö Nilthal, we-nigstens in den meisten Gegenden, und die Nilinseln. Der Schlammdes Flusses hat weite Strecken bedeckt, und ganze Inseln gebildet, aufdenen der üppigste Pflauzenwuchs ist, vorzüglich aber macht die jährlichim Sommer durch die bis 15° regelmäßig eintretende Regenzeit her-vorgebrachte Überschwemmung, welche im Mai beginnt, den Boden zudem ergiebigsten Ackerbau passend. Im Nilthale allein finden sichStädte und Dörfer; die Wüste durchschwärmen nur räuberische Nonia-deustämme. Der Blaue Fluß vereinigt sich hier unter 16° mitdem Weißen Flusse (Bahar el Abiad. Bcrgl. Habesch), derwenig Wasser enthält, aber im Julius plötzlich anschwillt, fließt in fastN.Richtung fort, bildet aber, nachdem er den Takazze oder Atbaraim Lande Damer (18° N.) anfgenommon hat, einen großen Bogenweit nach W. hin und kehrt allmälig wieder in seine anfängliche Rich-tung zurück. Außer dem Takazze nimmt er nur unbedeutende Bach-lein auf, die im Sommer ganz austrocknen. Zahlreiche Inseln thei-len seinen Lauf. Merkwürdig sind die 9 (vielleicht noch mehr) freilichnicht hohe Wasserfälle, die er zwischen 18 und 22° bildet und die mitanderen Stromschnellen die Schifffahrt theils erschweren, theils ganzhindern, noch merkwürdiger aber ist das Thal als die Straße, auf wel-cher im grauesten Alterthume die Cultur längst verschwundener Völkerund Staaten (das berühmte Meroe lag zwischen 17 und 18°) denStrom entlang bis zum Mittelmeere vordrang. Tausend Ruinen,ungeheure und prachtvolle Felsentempel, Pyramiden und andere Denk-mäler, die der Sand der Wüste meistentheils schon begraben hat, sindZeugen einer ganz anderen Zeit; Gebäude aus gewaltigen Steinblöcken