Band 
Zweiter Theil.
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Afrika,

erbauet mit Bildwerken und Gemälden neben den Lehmhütten derjetzigen Einwohner. Das Klima ist natürlich sehr warm, besonders inden Wüsten, jedoch wird die Luft in S. schon ziemlich milde, da theilsder Boden sich allmälig zum Hochlande hin erhebt, theils die südlichenGebirge kalte Winde schicken, so daß im December und Januar selbstin der Wüste Eis sich findet; aber schon im März hat man 24 bis28° Warme, im Sommer stets des Mittags über 30°, ja bis 37^.Fürchterliche Stürme aus NW. In S. finden sich im Sommer dieregelmäßigen Regenschauer ein, die über 15° immer sparsamer kommen,bei 18° ganz aufhören. Sie erzeugen in dem Thale gefährliche Fieberdurch die heiß feuchte Lust; übrigens ist das Klima höchst gesund.Außer der Regenzeit fällt kein Tropfen Naß. Bei der Aufzählung derProdncte muß man das fruchtbare Rilthal von den Wüsten und Ge-birgen, das südliche von dem nördlichen Nubien unterscheiden. In denGebirgswäldern des südlichen Striches leben zahlreiche wilde Thiere,Elefanten, Nashörner, Nilpferde, Giraffen, Leoparde»,Luchse, Hiänen, Löwen, Gazellen, Affen (bis 17°), wildeHunde, wilde Schafe; viele dieser Thiere, so wie auch Straußeund Antilopen halten sich in den Wüsten anf, jedoch scheint ihreZahl nach N. zu abzunehmen; auch Steinböcke giebt es; die Zi-bethkatze gehört ebenfalls diesem Lande an und der Nil beherbergtdas Krokodil. Die Beduinen der Wüste ziehen Kamele, Pferdeund andere Hansthiere, die auch der Thalbewohner hat; Pferde warenbesonders in Dvngola ausgezeichnet; jetzt soll die schönste Rasse vonden Türke» ganz ausgerottet sein, Schildkröten und Termiten(mit 8 bis 10 F. hohen Wohnungen) dürfen nicht unerwähnt bleiben.Im Nilthale bauet man Getreide, Mais, Durra (Hirse), Ta-back, Baumwolle; Dattelpalmen finden sich nur in der nörd-lichen Hälfte des Landes; übrigens Tamarinden, Dumpalinen,Akazien; Senneöblätter sind ein HaupthandelSartikel. Stein-salz findet sich in einigen Gegenden, ob auch Metalle, ist ungewiß.Die E. sind von 3 Hauptstämmen: 1) Araber, meistcntheils Noma-den, die Stämme Kubbabisch, Schegya, Jahalin u. a. 2) Dieeigentlichen Nubier, in drei Hauptstämmen, in S. Senaari, inder Mitte Nuba, in N. Kenous genannt; alle diese begreift manunter dem Namen BaräbraS, zum großen Stamme der Berbernin N. Afrika gehörig. Sie sind broncefarbig. schön gebauet, mit locki-gem Haar und dicken Lippen, haben etwas Negerartiges und bewohnenStädte und Dörfer; jedoch sind manche Beduinenstämme, z, B. dieBischarin, Ababdc, auch keine Araber, sondern der Sprache nach denBaräbraS und den Hirtenstäminen des Abyssinischen Küstenlandes ver-wandt; jedoch mögen sie zum Theil, wie die Ababde, mit Arabern ver-mischt sein. An den Gränzen von Habesch kennen sie noch nicht ein-mal Feuergcwehre; Schafe und Kamele sind ihr einziger Reichthum;nur in der trocknen Zeit, wenn die Quellen der Wüste versiegen, kom-men sie ins Nilthal herab. Nicht weniger roh als sie sind die Barü-bras, die ein höchst armseliges Leben führen. Sie treiben Ackerbau mitziemlichem Eifer, bewässern den Boden durch Kanäle, noch mehr durch

Schöpf-