Nubien. Agyplen. 243
die Neger sind zum Theil noch Heiden, sonst herrscht der Islam. Früherwar Kvrdvsan dem Könige von Dar Für unterworfen, 1820 hat aber derPascha von Ägypten sich die» Land unterworfen, drückt dasselbe sehr, hatallen Handel an sich gerissen und laßt Raubzügc gegen die benachbartenNcgcrstamme unternehmen. Die Hauptstadt Obcid ist von den Ägypternzerstört, 5oo»L. Das Dorf Barn, SvoE. Sieg der Ägypter 1820. —Schabn», -Tagereisen in SW. von Obcid, hat Goldwaschcrci.— Takele,5 Tagereisen südlich von Obcid, ein eigener Muhamcdanischer Ncgcrstaatmit starker Bauniwvllwcberei. — Haraza an der N. Gränze, Molfarund Abu Haraz.
Ägypten.
Ägypten die NO. Ecke Afrikas, die unterste Stufe deS Nillands.von etwa 24" bis 31° 35 N. Der nördlichste Punkt ist Ras (Cap)Bnrlos. Die S. Gränze macht der erste Masse »fall des Nilsbei Assuan; an der O. Küste erstreckt sie sich noch etwas südlicher biszur Faulen Bai. Die Länge beträgt also 7^° — 112 Meilen.In O. ist der Arabische Busen, aber in W. gar keine bestimmteGränze, so wenig als in NO. auf der Landenge von Suez; daherkaun von Bestimmung des Flächeninhalts gar nicht die Rede sein.Ägypten besteht aus dem Nilthale und zwei nicht hohe» Bergländern,die sich an beiden Selten des Thales, i» O. in einer Breite von 20bis 30 M., in W. in weit geringerer Ausdehnung, nicht in regel-mäßigen Zügen, von NnbienS Gränzen bis über 30° N. nach N. hinerstrecken. Steil erhebt sich unweit des östlichen Nilufers das Gebirge,Mokattam genannt, nackte Felsenzüge, die von Qneerthälern undSandcbenen unterbrochen werden, ein trauriger oder Landstrich, der biszum Arabischen Busen reicht, wo er von einer flachen Sandküste um-säumt ist. In sanftere» Abhängen fällt der westliche Bergwall, dasLibysche Gebirge, inS Nilthal hinab und läßt einen breiterenRaum zwischen sich und dem Strome. Kein Bach, keine Quelle tränktdiese Wüsteneien. Die Südgränze bildet ein Granitgebirge, des-sen schönes Gestein wir in vielen alten Denkmälern bewundern; dannfolgt Sandstein bis über 25° hinaus; von diesen» Punkte an er-hebt sich Kalkgebirge, welches sich in N. it» die Wüste verliert.Das Thal, welches die beiden Gebirge zwischen sich lassen, ist in S.so eng, daß die Felsen oft den Fluß berühre»; aber eS erweitert sichin N. und ist abwechselnd bis 4 M. breit. Unter 30° Br. trennensich die beiden Gebirgszüge gegen NW. und NQ, lind dort sängt auchder Nil an, sich in zahllose natürliche und künstliche Arme zü theilen,die ein durchaus ebenes Land einschließen und das sogenannte Deltabilden. Da wo nicht Fels ist, hat der röthliche Sand der Wüste, dender Wind in ganzen Molken nmherführt, den Boden bedeckt; aberganz verschieden davon ist de'r Loden des Niltyals und des Delta.
16 *