Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

Berber in O- des Nils bis zum Takazze von Nubicrn bewohnt, einemmoralisch ausgearteten Stamme, mit dem Orte Ankbcirc. Von hierKarawancnzug durch die Wüste nach Assuan. — Die Stadt Damcr in S.der Mündung des Takazzc, von Arabern bewohnt, von MuhamedanischcnGeistlichen regiert, deren Schulen aus fremden Landern besucht werden.Am Takazze die Stadt Acbara an der Karawancnstraße von Schcnli nachSuakim.— Das Land Schendi bis zum Azrck, mit der Stadt gl. N-,i Stunde vom O.Ufcr des Nils, 6000 E. Wichtiger Punkt für die Ka-rawanen, welche von hier nach allen Seiten ausziehen; großer Sklavcn-markt. Schendi wurde 1822 von dem Ägyptischen Heere zerstört. Das Landzwischen dem Nil und Takazze war das altberühmtc Reich Meroe; diealte Stadt Mcro« lag wahrscheinlich in N. von Schendi bei der InselLurgos, wo sich ansehnliche Ruinen finden. Bei Schendi die großenSalzwerkc von Boeidha; südlicher ist Gcrri und Haifas«, wo sich derWeiße und Blaue Fluß vereinigen- — Das Reich Scmiaao zwischen demoberen Takazze, dem Blauen und Weißen Flusse, an der Gränze von Ha-besch, dem Ägyptischen Pascha zinspflichtig. Hier sind schon die Vorbergc vonHabesch, keine bloßen Sandwüsien, sondern Wald und fruchtbare Thaler.Die E. sind Neger (Fungi, wohl näher den Nubicrn verwandt; sie hei-ßen auch Nuba) und Beduinen Araber. Die Hauptstadt Seminar, 18°36^ N, ist die größte Stadt Nubicns am Blauen Flusse (Azrck) und soll100,000 E. haben. Der König wohnt in einem großen Hause von Lehm-steinen erbauet. Starker Handel. — Harbadschi am Blauen Flusse, Sitzeines Arab. Fürsten. — Schilink am Weißen Flusse, an der Karawancn-straße von Scnnaar nach Kordvfan. Am Arab. Busen zum Theil auf einerInsel liegt die Hafenstadt Suakim oder (l>s;c>k, 8000 E. Ein Emir unterÄgyptischer Botmäßigkeit herrscht hier. Starker Karawanen- und auchSechandcl. Die Häuser sind zum Theil aus Kvrallcnselsen erbauet.

Westlich von Nubien, jenseit des Bahr cl Abiad liegt das LandDer-de-fan, zwischen 11 und 15° N. In N. und W. sind unbewohnte Wüsten,in S., wo das Hochland beginnt, Wälder von den Fcrlic und SchilluekNegern bewohnt. Der Boden wird in S. gebirgig und sehr fruchtbar;der übrige Theil des Landes ist nur da angebauet, wo Bewässerung nichtfehlt. Daher treiben die E. mehr Viehzucht als Ackerbau. Man ziehtschöne Rinder, die auch zum Tragen gebraucht werden, weniger Kameleund Schafe, schöne Pferde, viele Schweine und Esel. In den Wäldernlebt der Elefant und wahrscheinlich die übrigen wilden Thiere Nubicns,auch das wilde Schaf; die Ochsen haben fast alle Fctthöckcr. Man fin-det Gold und Schwefel, bauet Durra, Baumwolle und mancherlei Früchte.Bcnicrkenswerth ist der Baobab (Adansonia), dessen Stamm 40 bis 60F.Umfang hat. Starker Sklavenhandel, besonders, wenn Mißwachs eintritt,denn dann verkauft man aus Noth sein Kind und wohl gar sich selbst.Die Neger essen Katzen, Mäuse, Schlangen, Elefanten und als Leckerbis-sen Heuschrecken. Die E. sind theils Neger, theils Nubicr und Araber;