Band 
Zweiter Theil.
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Afrika.

deckt, unter denen noch manche merkwürdige Reste des Alterthums sind,z. B. die 88F. hohe sogenannte Pvmpejussaule, ein Saulcngang, Resteeines Amphitheaters, die wcitläuftigcn Katakomben. Ein 3vooF. langerStcindainm (Molo) verbindet die Stadt, die noch von einer über ^ Meilelangen verfallnen Mauer mit Thürmen umgeben, voll Trümmerhaufen undOrientalisch schlecht gebauet und eng ist, mit einer kleinen Insel Larillon,dem durch den Leuchtthurm in alter Zeit berühmten pharus, und bildetdadurch 2 Hafen. Die benachbarten beiden Seen sollen jetzt ganz ausge-trocknet sein; zwischen diesen laust der 1820 durch 25,ooo Arbeiter vollen-dete Kanal von Ramanieh, welcher zum Nil führt, 10 M. lang, aberfehlerhaft angelegt, dennoch für den Handel nach Kairo höchst wichtig;auch füllt er allein die 308 Cistcrncih der Stadt mit Wasser. — An derN.Spitze der Erdzungc liegt das Fort Abukir. Seeschlacht 17S8, 1. Aug.

— Am westlichen Arm des Nil, dessen Mündung (Vogas) sehr versandetund den Schiffen gefährlich ist, liegt Roscrre, Raschid, 13,000 (40,000)E.,welche Leine- und BaumwoUwebcrei treiben und vor der Anlange des obi-gen Kanals starken Verkehr mit Alcxandien und Kairo hatten. — Da-mnnhur in W. des Nils amEndc eines Kanals.— Ramanieh undFueh,Städte am Nil.— In dem in W. belesenen Thal der Narronseen, andenen eine große Menge Natron und Salpeter raffinirt wird, zwei Christ,lichc Kloster.

b) Scharkich, die Gegend im O- des jetzigen rechten Nilarms, nochvon kleinen Resten alter Nilarme und Kanäle durchzogen, in N- voll vonSeen und Sümpfen, so weit es bewässert ist fruchtbar, in O. bloßcWüsteund kahles Gebirge.- Damierre, Dnmiar, einst amMeere und blühendeScehandclsstadt (Ludwig IX. landet hier 12Ä und wird gefangen 1250),jetzt 2M. davon am Nil, daher nur kleinen Schiffen zugänglich, 8000(13,000) E. Sitz eines Koptischen Bischofs- Starker Reisbau der Umge-gend; lebhafter Handel mitRcis, Baumwolle, Leincwand, Kaffee undSal-miak. Weberei von halbseidenen Zeugen.— Menzaleh zwischen dem Seegl.N. und dem Sumpfsce Dakhelieh.— Das Castell Tinch, wo ehemalsdie östlichste Mündung des Nils war. Dabei dieTrümmcr vonpclusium.

— Mansura und Mit Gamar, Städte im Innern. Ganz in S. an derGränze der Wüste der oben genannte See der Pilger und nicht weit da-von die Ruinen von Gn (Hcliopolis), bei dem Orte Mararieh unterandern die Reste des alten Sonnentempels und ein 60 F. hoher Obelisk.Don Belbeis führt ein Kanal nach der Wüste hinein in das Thal Tumi-lar, wo die Spuren des alten Kanals, der einst durch den See Scheidin den Arabischen Busen führte.

e) Garbieh und Menufieh der N. und S. Theil des Landes zwischenden jetzigen Hauptnilarmcn, großtcnthcils fruchtbar, in N. zum. TheilSumpf.— Mchallce cl Dcbir, Hauptstadt von Garbieh, 4000 E. Sei-den- und Lcinewcbcrci, Salmiakfabriken. — Terraneh am W. Arm desNils, wo der Jvscfskanal endigt. — Menüs an einem Hauptkanale zwi-