Ägypten. 24S
scheu den beiden Nilarmcn, 4000 E.— Semcnhud am O.Arm des Nils,4 bis 5000 E. Sehr fruchtbarcUmgcbung. — Tanra, 10,000E., von vie-lcn Ruinen umgeben. Stark besuchter Wallfahrtsort. — St. Geminiane,alte Christliche Kirche. Großes Fest im Mai.
II. Micrelägppren, 4vc>stani, bis Siut sich erstreckend.— Lairo,richtiger R->hira, d. h. die herrliche, 5Stunden südlich von der Theilungdes Nils etwa L Stunde vom rechten Ufer des Nils, izM. im Umfange,200,000 E. Line Vorstadt am Nil heißt Alrkairo oder Fc>stac; eine an-derc, Dulak, enthalt den Hafen der Stadt, die, mit! Ausnahme wenigergroßen und breiten, sehr enge staubige Straßen, schlechte Häuser, aberviele schone MvSkecn hat, von einem Kanale durchschnitten und durch eineSchiffbrücke mit dem linken Nilufcr verbunden wird. Hohe Schule derMuhamcdaner in Bulak, Militairschulc mit Europäischen Lehrern; Resi-denz des Pascha, der einen großen Pallast in dem auf einem Berge in S.bclegcncn Castclle hat. In letzterem ist der 275 Fuß tiefe in Felsen ausgc-haucnc und mit Stufen versehene IosefSbrunncn; außerdem eine Wasser-leitung vom Nil her; 300 MoSkeen, 15 Kirchen, 36 Synagogen. Bi-bliothek von 25,000 Banden, Buchdrucker«. VicleSeiden-,Wvll-, Baum-ivvll-, Tapeten-, Leinwand-, Pulver- u. a. Fabriken. Wichtiger Handel.Auf der zum Gemüsebau benutzten Insel Rodah, steht in einem Thurmeauf der S. Spitze der Nilmcffcr, Mikkias, an dem das Steigen des Nilsbemerkt und öffentlich ausgerufen wird. Lclcgraphcnlinic, 55 M. weit,nach Alcxandricn. Karawancnstraße nach Suez durch das Thal Tieh (derVcrirrung). Drei M. gegen S. die geringen Reste des alten Memphis.— Am W.Ufcr des Nils Size (dschiseh), in dessen Nahe gegen W. die4 nördlichsten Pyramiden, deren größte in der Grundfläche — 7ioF. inder Höhe 448 F. hat, aus Kalkblöcken erbauet ist und 207'Stufenenthält. Die Sphinxfäule. Drei Stunden weiter gegen S. beginnt dasMiiiiiienseld, voll unterirdischer Erabhöhlen und die zahlreicheren Pyra-miden von Sakkara und Daschur. — Die durch ihre Fruchtbarkeit be-rühmte Landschaft Fajum, die eben deshalb den Plünderungen benachbar-ter Araber Stämme ausgesetzt ist, liegt außerhalb des Nilthals, von denW-Gebirgen und dem See Broker Larun eingeschlossen. Sie erhält ihreBewässerung durch einen Arm des längs dem Nil laufenden Ioscfska-nals, der sich bei der Hauptstadt in 9 Arme theilt, aber freilich durch'Sorglosigkeit der E. nicht mehr so wirkt, wie im Alterthume. Besondersreich ist die Gegend an Rosen und daher starker Handel mit Rosenwasscr.Die Hauptst. heißt Medinar (d. h. Stadt) el Fajum, 5000E. Am Ein-gänge in dieses Thal liegen die Trümmer zweier Pyramiden und des La-byrinths. In SW. der kleine Salzsee Sarak. Merkwürdige Ruinen bei'Läse Darun in S. dcS SccS.— Am linken Ufer dcsNils liegen noch dieStädte Lcnisucf, Minich, durch Töpfcrwaaren berühmt, Mellawi, Tarntcl Scherif, wo der Anfang des IvsefSkanalS ist, und Mansalur. Von