Ägypten. 251
langen Mauer umgeben. — In der ThalcngeDschebelSelscleh alteSand-stcinbrüchc mit vielen Grotten und Höhlen.— Assuan am rechten Nil-ufer, die südlichste Stadt Ägyptens, 24° N. Trümmer des alten Syene.Eine Stunde südlich durchbricht der Nil die letzten Granitgcbirge, die hierin zerrisscncnKlippcn ihn einschließen, und bildet seine nördlichsten Strudelund Wasserfalle, deren Höhe auf einer Stunde Lange so sehr vertheilt ist,daß sie bei hohem Wasser sogar bcschifft werden. Unter den vielen kleinenInseln bemerken wir die nördlichste el Schag, das alte Elephanrine,einst berühmt durch ihre Granitbrüchc, aus denen zahllose Monumente desnördlicheren Landes stammen, jetzt durch Fruchtbarkeit, Ruinen und An-bau zwischen den kahlen Felsen der Umgegend ausgezeichnet. Die südlichste,el Helf, daS alte philä, IM. in S. von Assuan, ist mit Ruinen alterTempel und Obelisken bedeckt. In dieser Gegend wohnen schon NubischeBarabras.
IV. Die östlichste Gebirgswnste. Sie enthalt im Innern keineStädte. Am Arab. Busen liegt Lossir, ein Hafcnort, nicistenthcils vonArabern bewohnt.— Suez (sueß) am W. Arme des Arabischen Busens,schlechter Seehafen, 50vL- Dampfschifffahrt nach Ostindien seit 1830. —Ll Arisch am Mittclmeere, auch wohl zu Syrien gerechnet, Seehafen, be-festigt. Karawanensiraße nach Syrien. Convention über die RäumungÄgyptens 180 », 25.Jan. — Bauch, gegen SW. 2M, vom Meere in derWüste Dschosar.
Die Sahara.
bin ungeheurer vielleicht 80,000 Q.M. großer Landstrich, welchermit Ausnahme der Berberci, Ägyptens und Nubiens, das ganze N. Afrikabis zum 16° N. in sich faßt, 600 M. lang und an einigen Stellen200 M. breit. Es ist das große Afrikanische Tiefland, zu dem manvom Atlaslande des N., wie vom Hochlande Senegambiens und Su-dans hinabsteigt, ein Meer, von Sand, gleich dem Ozean mit Inselnungleichartig bedeckt, durch welches das Land der Berbern in NW.mehr vom südlichen Hochlande getrennt wird, als durch das Mittel-meer von Europa; denn gefahrloser segelt ein Schiff von Frankreichund Italien in einigen Tagen nach der Berberei, als die Karawanein fast eben so viel Monaten nach Sudan zieht. In W. schließt sichdie Sahara, d. h. Wüste, mit sandiger dünenreicher Küste unmittel-bar an den Atlantischen Ozean; an einigen Stellen, den sogenanntenVorgebirgen Bojador, Mirik u. a. streckt sie sich in Hügelnvon einigen hundert F. Höhe ins Meer hinein; eigentlich geht dasganze Sandmeer noch einige Stunden unter der Meercsflache selbstfort und bildet Sandbänke, die häufige Schiffbrüche an dieser unwirth-baren Küste veranlassen In O. trennt sie ein nicht sehr hoher Fel-sendamnr (vergl. Ägypten), das sogenannte Libysche Gebirge, vom frucht-baren Nilthale. In NW. geht sie unmerklich in das Steppenland